Inhalt
- 1 Lawine in Südtirol: Was ist bisher bekannt?
- 2 Chronologie des Lawinenunglücks in Südtirol
- 3 Die Lawinensituation in den Alpen: Ein Überblick
- 4 Ursachenforschung: Warum häufen sich Lawinenunglücke?
- 5 Lawinengefahr: Wie kann man sich schützen?
- 6 Wie funktioniert ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS)?
- 7 Die Wintersaison 2025/2026: Ein trauriger Rekord?
- 8 Reaktionen auf das Lawinenunglück in Südtirol
- 9 Häufig gestellte Fragen
Nach dem Abgang einer Lawine in Südtirol, Italien, am Wochenende, ist die Zahl der Todesopfer auf drei gestiegen. Eine 26-jährige Frau, die nach dem Unglück in ein Krankenhaus eingeliefert worden war, erlag dort ihren schweren Verletzungen. Die Lawine, die sich in einer Höhe von etwa 2.450 Metern ereignete, riss rund zwei Dutzend Skifahrer mit sich, darunter auch deutsche Staatsbürger. Lawine Südtirol steht dabei im Mittelpunkt.

| Datum/Uhrzeit | Samstag, gegen 11:40 Uhr |
|---|---|
| Ort | Hohe Ferse bei Ratschings, Südtirol, Italien (2.450 Meter Höhe) |
| Art des Einsatzes | Lawinenunglück |
| Beteiligte Kräfte | Bergwacht, Rettungskräfte (über 60 Helfer), Hubschrauber |
| Verletzte/Tote | 3 Tote, 4 Verletzte (davon 3 Deutsche) |
| Sachschaden | Wird ermittelt |
| Ermittlungsstand | Laufende Ermittlungen zur Unglücksursache |
| Zeugenaufruf | Nein |
Lawine in Südtirol: Was ist bisher bekannt?
Eine Lawine, etwa 150 Meter breit und 800 Meter lang, löste sich am Samstagvormittag in hochalpinem Gelände in der Nähe der Hohen Ferse bei Ratschings. Sie erfasste rund zwei Dutzend Skitourengeher. Zwei Männer, ein 62-jähriger Bergführer aus Südtirol und ein 56-jähriger Mann aus der Region, wurden tot geborgen. Eine 26-jährige Frau erlag am Tag darauf ihren Verletzungen im Krankenhaus. Vier weitere Skifahrer, darunter drei Deutsche, wurden verletzt. Die Mehrzahl der Skifahrer konnte sich selbstständig aus den Schneemassen befreien.
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Chronologie des Lawinenunglücks in Südtirol
Die Lawinensituation in den Alpen: Ein Überblick
Das Lawinenunglück in Südtirol reiht sich ein in eine Serie von Lawinenabgängen in den europäischen Alpen in diesem Winter. Laut dem European Avalanche Warning Service EAWS, einem Zusammenschluss von Lawinenwarndiensten, sind seit Anfang Oktober bereits mindestens 128 Menschen in den europäischen Gebirgen durch Lawinen ums Leben gekommen. Italien verzeichnet mit 35 Todesopfern die höchste Zahl, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). In Deutschland gab es bislang keine Todesopfer. (Lesen Sie auch: Lawine Südtirol: Drei Tote bei Lawinenunglück in…)
Das ist passiert
- Eine Lawine in Südtirol forderte drei Todesopfer.
- Das Schneebrett erfasste etwa zwei Dutzend Skifahrer.
- Vier weitere Skifahrer wurden verletzt, darunter drei Deutsche.
- Die Lawine ereignete sich in hochalpinem Gelände.
Ursachenforschung: Warum häufen sich Lawinenunglücke?
Experten sehen im Klimawandel einen der Gründe für die Zunahme von Lawinenunglücken. Steigende Temperaturen können die Schneedecke destabilisieren und die Wahrscheinlichkeit von Lawinenabgängen erhöhen. Auch die veränderten Schneeverhältnisse und die Zunahme von Extremwetterereignissen tragen zu einer erhöhten Lawinengefahr bei. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Lawinen komplexe Naturphänomene sind, bei denen viele Faktoren zusammenspielen. Wie Stern berichtet, werden die genauen Ursachen des Lawinenabgangs in Südtirol noch untersucht.
Lawinen entstehen, wenn eine instabile Schneedecke auf einem Hang liegt und durch verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel Schneefall, Temperaturänderungen oder menschliche Aktivitäten, ausgelöst wird. Die Größe und Zerstörungskraft einer Lawine hängen von der Menge des Schnees, der Hangneigung und der Beschaffenheit des Geländes ab.
Lawinengefahr: Wie kann man sich schützen?
Um sich vor Lawinen zu schützen, ist es wichtig, sich vor einer Skitour oder Wanderung über die aktuelle Lawinengefahr zu informieren. Die Lawinenwarndienste geben täglich aktualisierte Berichte heraus, die Auskunft über die Stabilität der Schneedecke und die Wahrscheinlichkeit von Lawinenabgängen geben. Es ist ratsam, nur gesicherte Pisten zu befahren und bei Touren im freien Gelände die notwendige Ausrüstung, wie zum Beispiel Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Schaufel und Sonde, mitzuführen. Zudem sollte man sich mit dem Verhalten im Falle eines Lawinenabgangs vertraut machen.
Wie funktioniert ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS)?
Ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) ist ein elektronisches Gerät, das von Skitourengehern und Freeridern getragen wird, um im Falle einer Lawinenverschüttung schnell geortet werden zu können. Das LVS sendet im Normalbetrieb ein Signal aus. Wenn eine Person von einer Lawine verschüttet wird, kann das LVS auf Empfang umgestellt werden, um das Signal anderer LVS-Geräte zu empfangen und so die verschüttete Person zu lokalisieren. Die Ortung erfolgt in mehreren Schritten: Zuerst wird das grobe Suchgebiet eingegrenzt, dann wird die verschüttete Person punktgenau lokalisiert. (Lesen Sie auch: Lawine Südtirol: Zwei Tote, deutsche unter Verletzten)
Die Mitnahme eines LVS-Gerätes alleine reicht nicht aus. Es ist unerlässlich, den Umgang mit dem Gerät regelmäßig zu üben und sich mit den Grundlagen der Lawinenkunde vertraut zu machen. Nur so kann im Ernstfall schnell und effektiv gehandelt werden.
Die Wintersaison 2025/2026: Ein trauriger Rekord?
Die hohe Zahl an Lawinentoten in der aktuellen Wintersaison 2025/2026 gibt Anlass zur Sorge. Es ist noch zu früh, um von einem Rekord zu sprechen, aber die bisherigen Zahlen sind alarmierend. In der Saison 2017/18, die ebenfalls durch viele Lawinenunglücke geprägt war, kamen in den Alpen über 150 Menschen ums Leben. Es bleibt zu hoffen, dass die Zahl der Lawinenopfer in den kommenden Wochen und Monaten nicht weiter steigt. Der Österreichische Alpenverein bietet Kurse und Informationen zur Lawinenprävention an.
Reaktionen auf das Lawinenunglück in Südtirol
Das Lawinenunglück in Südtirol hat in der Bevölkerung Bestürzung ausgelöst. Politiker und Vertreter von Bergsportorganisationen sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus und mahnten zu erhöhter Vorsicht im alpinen Gelände. Die Bergrettung Südtirol betonte die Wichtigkeit einer guten Vorbereitung und Ausrüstung bei Skitouren und Wanderungen im Winter. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Lawinenabgangs dauern an. Die Polizei konnte Spekulationen über mögliche Fehlverhalten der Tourengeher bislang nicht bestätigen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Lawine?
Eine Lawine ist eine große Menge Schnee, die sich von einem Hang löst und talwärts stürzt. Lawinen können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, wie zum Beispiel Neuschnee, Temperaturänderungen oder menschliche Aktivitäten.
Wie entsteht eine Lawine in Südtirol?
Lawinen in Südtirol entstehen, wie überall in den Alpen, durch das Zusammenspiel von Schneefall, Temperatur und Gelände. Instabile Schneedecken können sich an steilen Hängen lösen und zu Lawinen führen.
Welche Ausrüstung ist für Skitouren in lawinengefährdetem Gebiet erforderlich?
Zur Standardausrüstung gehören ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), eine Schaufel und eine Sonde. Es ist wichtig, den Umgang mit dieser Ausrüstung zu beherrschen und regelmäßig zu üben. (Lesen Sie auch: Tierquälerei Affen: Frau Filmte Folter und muss…)
Wie kann man sich vor Lawinen schützen?
Informieren Sie sich vor jeder Tour über die aktuelle Lawinengefahr, beachten Sie die Warnhinweise der Lawinenwarndienste und meiden Sie gefährdete Gebiete. Eine gute Vorbereitung und die richtige Ausrüstung sind entscheidend.
Wo finde ich aktuelle Informationen zur Lawinengefahr in Südtirol?
Aktuelle Informationen zur Lawinengefahr in Südtirol finden Sie auf den Webseiten der Lawinenwarndienste und der regionalen Behörden. Diese bieten täglich aktualisierte Berichte und Warnhinweise.












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