Inhalt
- 1 Chronologie der Demonstration
- 2 Was ist bisher bekannt?
- 3 Theresia Crone berichtet über Fake-Profile
- 4 Solidarität mit Collien Fernandes
- 5 Reform des Cyberstrafrechts geplant
- 6 Wie können Betroffene von digitaler Gewalt unterstützt werden?
- 7 Reaktionen auf die Demonstration
- 8 Welche rechtlichen Möglichkeiten haben Opfer von digitaler Gewalt?
- 9 Der aktuelle Ermittlungsstand
- 10 Häufig gestellte Fragen
Digitale Gewalt, insbesondere in Form von Fake-Pornografie und Deepfakes, ist ein wachsendes Problem. Mehrere tausend Menschen demonstrierten in Berlin am Brandenburger Tor gegen diese Form der sexualisierten Gewalt und forderten einen besseren Schutz der Opfer.

Einsatz-Übersicht
- Datum/Uhrzeit: Datum der Demonstration
- Ort: Brandenburger Tor, Pariser Platz, Berlin
- Art des Einsatzes: Demonstration gegen sexualisierte digitale Gewalt
- Beteiligte Kräfte: Polizei Berlin, Veranstalter, Demonstrationsteilnehmer
- Verletzte/Tote: Keine bekannt
- Sachschaden: Keine bekannt
- Ermittlungsstand: Keine Ermittlungen im Zusammenhang mit der Demonstration
- Zeugenaufruf: Nicht erforderlich
Chronologie der Demonstration
Die ersten Teilnehmer versammelten sich am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor.
Redner, darunter Aktivistinnen wie Theresia Crone, sprachen über ihre Erfahrungen mit digitaler Gewalt.
Die Demonstration löste sich friedlich auf. (Lesen Sie auch: Deepfakes: Fernandes wirbt für Demonstration gegen sexualisierte…)
Was ist bisher bekannt?
Die Demonstration «Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern» fand am Brandenburger Tor in Berlin statt. Die Teilnehmerzahl überstieg die erwarteten 500 Personen deutlich. Die Polizei schätzte die Zahl zunächst auf über tausend, während die Veranstalter von bis zu 13.000 Demonstranten sprachen. Die Demonstration richtete sich gegen Fake-Profile, Deepfakes und die Scham, die Opfer häufig empfinden.
Theresia Crone berichtet über Fake-Profile
Die Klimaschutzaktivistin Theresia Crone berichtete auf der Kundgebung von ihren persönlichen Erfahrungen mit digitaler Gewalt. Sie schilderte, wie ein Fake-Profil mit ihrem Namen, Gesicht und manipulierten Fotos erstellt wurde, die sie in sexuellen Situationen und Gewaltdarstellungen zeigten. «Digitale Gewalt endet nicht so richtig. Sie bleibt in den Suchmaschinen in den Köpfen», sagte Crone. Sie betonte, dass es sehr lange gedauert habe, bis ein Täter für diese Taten bestraft wurde, und dass solche Fälle tausendfach vorkommen.
Solidarität mit Collien Fernandes
Die Kundgebung fand laut Veranstalter in Solidarität mit der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes statt. Hintergrund sind Vorwürfe von Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen. Deren Anwalt kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an, da es sich «in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung» handle und «unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet» würden. Wie Stern berichtet, warb Fernandes ebenfalls für die Demonstration und schrieb auf Instagram: «Sexuelle Gewalt, physische und psychische Gewalt sind weiter verbreitet, als man ahnen mag. Sie finden statt, in der Mitte unserer Gesellschaft.»
Reform des Cyberstrafrechts geplant
Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag von Union und SPD vereinbart, das Cyberstrafrecht zu reformieren und Strafbarkeitslücken zu schließen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf bildbasierter sexualisierter Gewalt, einschließlich Deepfakes. Bundesjustizministerin Hubig hatte angekündigt, die Gesetzesreform voranzutreiben. Ziel ist es, den Schutz der Opfer zu verbessern und die Täter effektiver zu verfolgen. Die Reform soll auch die Löschung von illegalen Inhalten im Internet erleichtern. (Lesen Sie auch: Tatort Internet: Was ist digitale Gewalt und…)
Wie können Betroffene von digitaler Gewalt unterstützt werden?
Betroffene von digitaler Gewalt benötigen umfassende Unterstützung, die von psychologischer Betreuung bis hin zu rechtlicher Beratung reicht. Es ist wichtig, dass Opfer sich nicht schämen und sich an Beratungsstellen oder die Polizei wenden. Viele Organisationen bieten Hilfe und Unterstützung für Betroffene von digitaler Gewalt an. Dazu gehören unter anderem das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen und verschiedene Beratungsstellen, die auf Cybermobbing und digitale Gewalt spezialisiert sind. Es ist zudem ratsam, Beweise zu sichern und die Vorfälle bei den zuständigen Behörden zu melden.
Sichern Sie Beweise von digitaler Gewalt, indem Sie Screenshots erstellen und die URLs der betreffenden Seiten speichern. Melden Sie die Vorfälle den Plattformbetreibern und erstatten Sie gegebenenfalls Anzeige bei der Polizei.
Reaktionen auf die Demonstration
Die Demonstration in Berlin stieß auf breite Resonanz in der Öffentlichkeit. Viele Politiker und Prominente äußerten sich solidarisch mit den Opfern digitaler Gewalt und forderten eine konsequente Strafverfolgung der Täter. Die Forderung nach einer Reform des Cyberstrafrechts wurde erneut laut. Verschiedene Organisationen und Initiativen, die sich gegen digitale Gewalt engagieren, begrüßten die Demonstration als wichtiges Zeichen der Solidarität und des Protests. Die mediale Berichterstattung über die Demonstration trug dazu bei, das Bewusstsein für das Problem der digitalen Gewalt zu schärfen.
Welche rechtlichen Möglichkeiten haben Opfer von digitaler Gewalt?
Opfer von digitaler Gewalt haben verschiedene rechtliche Möglichkeiten, um sich zu schützen und gegen die Täter vorzugehen. Dazu gehören unter anderem das Recht auf Löschung von illegalen Inhalten, das Recht auf Unterlassung und das Recht auf Schadensersatz. In bestimmten Fällen kann auch eine Strafanzeige erstattet werden, beispielsweise bei Beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung oder Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. Es ist ratsam, sich von einem Anwalt beraten zu lassen, um die individuellen rechtlichen Möglichkeiten auszuloten. Informationen zum Thema Cyberkriminalität bietet die Polizei-Beratung. (Lesen Sie auch: Christian Ulmen Vorwürfe: Was Steckt Hinter den…)
Der aktuelle Ermittlungsstand
Die Polizei Berlin hat im Zusammenhang mit der Demonstration keine Ermittlungen aufgenommen, da es zu keinen Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten kam. Die Ermittlungen in den einzelnen Fällen von digitaler Gewalt, die von den Betroffenen zur Anzeige gebracht wurden, dauern jedoch an. Die Polizei appelliert an alle Opfer von digitaler Gewalt, sich zu melden und Anzeige zu erstatten. Nur so können die Täter zur Rechenschaft gezogen und weitere Straftaten verhindert werden.

Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter digitaler Gewalt?
Digitale Gewalt umfasst verschiedene Formen von Gewalt, die mithilfe digitaler Technologien verübt werden. Dazu gehören Cybermobbing, Hassreden, sexuelle Belästigung, Stalking, Doxing (Veröffentlichung persönlicher Daten) und die Verbreitung von Fake-Pornografie und Deepfakes. (Lesen Sie auch: Christian Ulmen Vorwürfe: Was Steckt Hinter den…)
Wie häufig kommt digitale Gewalt vor?
Die Häufigkeit von digitaler Gewalt ist schwer zu erfassen, da viele Fälle nicht zur Anzeige gebracht werden. Studien zeigen jedoch, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung bereits Opfer von digitaler Gewalt geworden ist, insbesondere junge Menschen und Frauen.
Welche Folgen hat digitale Gewalt für die Opfer?
Die Folgen von digitaler Gewalt können gravierend sein und reichen von psychischem Stress, Angstzuständen und Depressionen bis hin zu sozialer Isolation, Verlust des Selbstwertgefühls und sogar Suizidgedanken. Opfer können auch finanzielle Schäden erleiden, beispielsweise durch Rufschädigung oder Erpressung.
Was kann man gegen digitale Gewalt tun?
Gegen digitale Gewalt kann man verschiedene Maßnahmen ergreifen, darunter das Sichern von Beweisen, das Melden der Vorfälle bei den Plattformbetreibern, das Erstatten von Anzeige bei der Polizei und das Aufsuchen von Beratungsstellen. Es ist auch wichtig, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist ein bundesweites Beratungsangebot.
Welche Rolle spielen die sozialen Medien bei digitaler Gewalt?
Soziale Medien können sowohl Tatort als auch Verstärker von digitaler Gewalt sein. Die Anonymität und Reichweite der Plattformen erleichtern es Tätern, ihre Opfer zu belästigen und zu diffamieren. Gleichzeitig können soziale Medien aber auch genutzt werden, um auf digitale Gewalt aufmerksam zu machen und Solidarität mit den Opfern zu zeigen.




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