Inhalt
- 1 Feldhasen Deutschland: Aktuelle Bestandszahlen und regionale Unterschiede
- 2 Wie entwickelt sich die Feldhasenpopulation im Jahresverlauf?
- 3 Welche Bedrohungen gefährden die Feldhasen in Deutschland?
- 4 Die Myxomatose: Eine neue Gefahr für Feldhasen
- 5 Wie kann der Schutz der Feldhasen in Deutschland verbessert werden?
- 6 Welche Rolle spielt die Landwirtschaft beim Schutz der Feldhasen?
- 7 Die Bedeutung von Hecken und Brachflächen für Feldhasen
- 8 Was sind die langfristigen Auswirkungen der Myxomatose auf die Feldhasenpopulationen?
- 9 Aktuelle Forschungsprojekte zum Schutz von Feldhasen
- 10 Häufig gestellte Fragen
- 10.1 Wie viele Feldhasen leben in Deutschland?
- 10.2 Was ist die Myxomatose und wie gefährlich ist sie für Feldhasen?
- 10.3 Welche Maßnahmen können zum Schutz der Feldhasenpopulation in Deutschland beitragen?
- 10.4 Wie beeinflusst die Landwirtschaft die Lebensbedingungen der Feldhasen?
- 10.5 Wo finde ich weitere Informationen zum Schutz von Feldhasen?
- 10.6 📚 Das könnte Sie auch interessieren
Feldhasen in Deutschland erfreuen sich weiterhin einer stabilen Population. Wie der Deutsche Jagdverband (DJV) ermittelte, lebten im Frühjahr 2025 hochgerechnet 19 Feldhasen pro Quadratkilometer Feld und Wiese. Experten warnen jedoch vor neuen Gefahren, insbesondere durch die Myxomatose, ein Virus, das den Tieren gefährlich werden könnte.

Die wichtigsten Fakten
- Die Feldhasenpopulation in Deutschland ist stabil, aber regional unterschiedlich verteilt.
- Die Myxomatose stellt eine neue Bedrohung für die Feldhasen dar.
- Wildtierfreundliche Landnutzung kann die Populationen positiv beeinflussen.
- Der Zuwachs der Feldhasenpopulation variiert je nach Region.
Feldhasen Deutschland: Aktuelle Bestandszahlen und regionale Unterschiede
Die Feldhasenpopulation in Deutschland zeigt ein stabiles Bild. Im Frühjahr 2025 wurde eine Dichte von 19 Hasen pro Quadratkilometer ermittelt. Besonders hohe Dichten finden sich im nordwestdeutschen Tiefland, wo durchschnittlich 30 Hasen pro Quadratkilometer leben. Diese Zahlen basieren auf Zählungen in über 400 Referenzgebieten, die vom Deutschen Jagdverband (DJV) ausgewertet wurden.
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Wie entwickelt sich die Feldhasenpopulation im Jahresverlauf?
Die Entwicklung der Feldhasenbestände wird maßgeblich durch die Nettozuwachsrate beeinflusst. Wissenschaftler des Thünen-Instituts vergleichen hierfür die Bestände im Frühjahr und Herbst. Im vergangenen Jahr lag der bundesweite Zuwachs bei rund sieben Prozent, ähnlich wie im Vorjahr. Regionale Unterschiede sind jedoch deutlich sichtbar. Im westdeutschen Mittelgebirge war der Zuwachs doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt, während er im Nordwesten und Nordosten bei etwa zwölf Prozent lag. Im Winter nimmt die Zahl der Feldhasen in der Regel wieder ab.
Die Nettozuwachsrate der Feldhasen lag im vergangenen Jahr bundesweit bei rund sieben Prozent. In einigen Regionen, wie dem westdeutschen Mittelgebirge, war der Zuwachs deutlich höher. (Lesen Sie auch: Buckelwal Wismar: Erneut Gestrandet – droht dem…)
Welche Bedrohungen gefährden die Feldhasen in Deutschland?
Neben den üblichen Gefahren wie dem Verlust von Lebensräumen durch intensive Landwirtschaft und dem Straßenverkehr, bereitet den Experten eine vergleichsweise neue Krankheit Sorgen: die Myxomatose. Diese Viruserkrankung kann zu schweren gesundheitlichen Problemen und sogar zum Tod der Tiere führen. Die Deutsche Wildtier Stiftung beobachtet die Entwicklung aufmerksam und setzt sich für Schutzmaßnahmen ein.
Die Myxomatose: Eine neue Gefahr für Feldhasen
Die Myxomatose ist eine Viruserkrankung, die vor allem Kaninchen befällt, aber auch für Feldhasen gefährlich sein kann. Sie wird durch direkten Kontakt, aber auch durch Insekten wie Flöhe und Mücken übertragen. Die Symptome sind vielfältig und reichen von Schwellungen im Kopfbereich bis hin zu schweren Entzündungen und Geschwüren. Eine Behandlung ist schwierig und oft nicht erfolgreich. Die Ausbreitung der Myxomatose könnte die ohnehin schon unter Druck stehenden Feldhasenpopulationen zusätzlich belasten.
Die Myxomatose wird durch direkten Kontakt und Insekten übertragen. Symptome sind Schwellungen und Entzündungen. Eine Behandlung ist schwierig.
Wie kann der Schutz der Feldhasen in Deutschland verbessert werden?
Um die Feldhasenpopulationen in Deutschland zu schützen und zu fördern, sind verschiedene Maßnahmen erforderlich. Dazu gehört die Schaffung und der Erhalt von geeigneten Lebensräumen, wie zum Beispiel Brachflächen und Hecken. Auch eine wildtierfreundliche Landwirtschaft, die auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet und schonende Mahdverfahren anwendet, kann einen wichtigen Beitrag leisten. Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich aktiv für diese Maßnahmen ein und zeigt in ihrem Referenzgebiet in Mecklenburg-Vorpommern, was durch eine entsprechende Landnutzung möglich ist.
Wie Stern berichtet, sind die Feldhasenbestände in Deutschland insgesamt stabil, aber regionale Unterschiede und neue Krankheiten stellen Herausforderungen dar. (Lesen Sie auch: Lungenentzündung Prinzessin Astrid: Wie geht es Ihr…)
Welche Rolle spielt die Landwirtschaft beim Schutz der Feldhasen?
Die Landwirtschaft spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz der Feldhasen. Eine intensive Landwirtschaft mit großen Monokulturen und dem Einsatz von Pestiziden und Herbiziden kann die Lebensgrundlage der Tiere stark beeinträchtigen. Der Verlust von Hecken, Brachflächen und anderen Strukturen reduziert die Deckungsmöglichkeiten und das Nahrungsangebot. Eine wildtierfreundliche Landwirtschaft hingegen, die auf eine vielfältige Fruchtfolge, den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und die Anlage von Blühstreifen setzt, kann die Lebensbedingungen der Feldhasen deutlich verbessern. Es gibt Förderprogramme, die Landwirte bei der Umsetzung solcher Maßnahmen unterstützen. Informationen dazu bietet beispielsweise das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
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Die Bedeutung von Hecken und Brachflächen für Feldhasen
Hecken und Brachflächen sind wichtige Bestandteile des Lebensraums von Feldhasen. Sie bieten den Tieren Schutz vor Raubtieren und Witterungseinflüssen und dienen als Rückzugsgebiete. Zudem sind sie wichtige Nahrungsquellen, da sie eine Vielzahl von Pflanzen und Insekten beherbergen. Der Verlust dieser Strukturen durch die intensive Landwirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten zu einem Rückgang der Feldhasenpopulationen geführt. Die Anlage und Pflege von Hecken und Brachflächen ist daher eine wichtige Maßnahme zum Schutz der Tiere.
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Was sind die langfristigen Auswirkungen der Myxomatose auf die Feldhasenpopulationen?
Die langfristigen Auswirkungen der Myxomatose auf die Feldhasenpopulationen sind noch nicht vollständig absehbar. Es ist jedoch zu befürchten, dass die Krankheit zu einem weiteren Rückgang der Bestände führen wird, insbesondere in Regionen, in denen die Feldhasen bereits unter Druck stehen. Umso wichtiger ist es, die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern und die Tiere bestmöglich zu schützen. Dazu gehört auch die Aufklärung der Bevölkerung über die Krankheit und die Bedeutung von Hygienemaßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee Wieder Frei: Steigender Pegel Half…)

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Aktuelle Forschungsprojekte zum Schutz von Feldhasen
Es gibt verschiedene Forschungsprojekte, die sich mit dem Schutz von Feldhasen beschäftigen. Diese Projekte untersuchen unter anderem die Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Lebensbedingungen der Tiere, die Verbreitung von Krankheiten wie der Myxomatose und die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen. Die Ergebnisse dieser Forschungsprojekte sollen dazu beitragen, den Schutz der Feldhasen in Deutschland zu verbessern und die Bestände langfristig zu sichern. Informationen zu aktuellen Forschungsprojekten sind oft auf den Webseiten von Universitäten und Forschungseinrichtungen zu finden.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Feldhasen leben in Deutschland?
Im Frühjahr 2025 lebten hochgerechnet 19 Feldhasen pro Quadratkilometer Feld und Wiese in Deutschland. Die Bestandszahlen variieren jedoch regional, mit höheren Dichten im nordwestdeutschen Tiefland. (Lesen Sie auch: Wismar Wal in Not: Dramatische Rettung vor…)
Was ist die Myxomatose und wie gefährlich ist sie für Feldhasen?
Die Myxomatose ist eine Viruserkrankung, die vor allem Kaninchen befällt, aber auch für Feldhasen gefährlich sein kann. Sie kann zu schweren gesundheitlichen Problemen und sogar zum Tod der Tiere führen.
Welche Maßnahmen können zum Schutz der Feldhasenpopulation in Deutschland beitragen?
Zum Schutz der Feldhasen tragen die Schaffung und der Erhalt von Lebensräumen, wie Brachflächen und Hecken, sowie eine wildtierfreundliche Landwirtschaft bei, die auf Pestizide verzichtet.
Wie beeinflusst die Landwirtschaft die Lebensbedingungen der Feldhasen?
Eine intensive Landwirtschaft kann die Lebensgrundlage der Feldhasen stark beeinträchtigen. Eine wildtierfreundliche Landwirtschaft hingegen kann die Lebensbedingungen der Feldhasen deutlich verbessern.
Wo finde ich weitere Informationen zum Schutz von Feldhasen?
Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten von Naturschutzorganisationen wie dem Deutschen Jagdverband (DJV) oder der Deutschen Wildtier Stiftung, sowie beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Die Feldhasenpopulation in Deutschland zeigt eine weitgehend stabile Entwicklung, jedoch stellen regionale Unterschiede und die Ausbreitung der Myxomatose neue Herausforderungen dar. Der Schutz der Feldhasen erfordert daher weiterhin konsequente Maßnahmen, insbesondere im Bereich der Landwirtschaft und des Naturschutzes.






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