Fußball-Europameisterschaft: Fake-Maskottchen: "Aktion war investigativer Journalismus"

Youtuber
Haan – Haan: Aktuelle Nachrichten & Entwicklungen am 12. Mai 2026

In ein Bären-Kostüm gehüllt hatte es ein YouTuber beim EM-Eröffnungsspiel ganz nah an die Stars geschafft. Nun sitzt der 29-Jährige im Anzug vor Gericht. Und verteidigt seine Aktion vehement.

YouTuber Marvin Wildhage, der sich als falsches EM-Maskottchen beim Eröffnungsspiel in München bis zum Spielfeld geschmuggelt hatte, hat seine Aktion vor Gericht als investigativen Journalismus verteidigt. «Ich sehe es als meine Aufgabe, auf Missstände aufmerksam zu machen, sie in die Öffentlichkeit zu tragen», sagte er zu Beginn seines Prozesses vor dem Amtsgericht München. Der 29-Jährige ist wegen Urkundenfälschung und Erschleichen von Leistungen angeklagt. 

Gegen einen entsprechenden Strafbefehl hatte er Einspruch eingelegt, weshalb es nun zur Hauptverhandlung kam. Wildhage hatte sich im Juni 2024 beim Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft zwischen Deutschland und Schottland dank eines gefälschten Kostüms und gefälschter Akkreditierungen ohne Berechtigung direkt am – und teils auf – dem Spielfeldrand aufgehalten.

«Mein Ziel war es zu überprüfen, ob dieses Sicherheitskonzept so standhält», sagte Wildhage nun vor Gericht. «Als wir auf dieses Stadion zugefahren sind, hatte ich ehrlicherweise die Hoffnung, dass es nicht klappt.» Die akribischen Vorbereitungen und die Geschehnisse am Eröffnungstag selbst hat Wildhage in einem Video festgehalten, das inzwischen mehr als 3,1 Millionen mal angesehen wurde. Nach seiner Einlassung zogen sich die Verfahrensbeteiligten zu einem Rechtsgespräch zurück.

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