Väter im Tierreich: Wenn Papa die Erziehung übernimmt

Tierreich
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Es gibt sie, die aufopferungsvollen Väter – auch im Tierreich. Manche leben in gleichberechtigten Partnerschaften, andere übernehmen die Erziehung gleich ganz allein. 

Auch im Tierreich liegt die Hauptlast der Erziehung oft bei den Müttern. Aber eben nicht immer. Auf manche Väter ist Verlass. Sie packen tatkräftig mit an und teilen sich die Care-Arbeit mit ihren Weibchen – bei einigen Arten übernehmen die Männchen die Aufzucht des Nachwuchses gleich komplett.

Unter den Kaiserpinguinen sind solche Paradeväter zu finden. Sobald das Ei gelegt ist, übernehmen sie die Pflege. Dafür legen die Pinguine es auf ihre Füße und bedecken es mit einer Hautfalte, in der sie es auch mit sich herumtragen. Diese Hautfalte wirkt wie ein Inkubator: Sie hält das Ei warm und schützt es gegen Wind und Wetter. 

In der Zeit steckt Papa-Pinguin zurück und fastet, bis das Kleine schlüpft. Das kann mehr als zwei Monate dauern. Eine aufopferungsvolle Tätigkeit. Die Mutter ist währenddessen unterwegs und kehrt erst zurück, wenn der Nachwuchs bereits geschlüpft ist – dafür bringt sie dann aber auch Nahrung mit. Erst danach beginnt die gleichberechtigte Erziehung.

Väter im Tierreich

Und auch die Weibchen der Riesenwanze überlassen ihren männlichen Artgenossen einen Großteil des Jobs. Sie kleben ihre Eier an den Rücken der Männchen fest. Diese tragen die Eier so lange mit sich und schützen sie, bis die Larven schlüpfen. Ähnlich läuft es bei manchen Fröschen. So ist der Darwin-Nasenfrosch bekannt für seine Maulbrutpflege. Er zieht die Larven in seinem Kehlsack groß.

Andere Weibchen hingegen können davon nur träumen. So bekommen Faultiere zwar immer nur ein einzelnes Jungtier, das aber ist anhänglich. Direkt nach der Geburt klettert es auf Mamas Bauch, wo es monatelang verharrt und sich durch die Gegend tragen lässt. Die Männchen machen sich in dieser Zeit rar. Ähnlich geht es Koalas und auch Schneeleoparden ziehen ihren Nachwuchs ohne Unterstützung der Männchen groß.

Andere können sich, wenn schon nicht auf den „Kindsvater“, wenigstens auf die Familie verlassen. Ob im Wolfsrudel, bei Erdmännchen oder im Bienennest – die Aufzucht der Kleinen geht alle an. 

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