Nicht nur bei der DB gibt es Pannen: Der jüngste Zwischenfall trifft die Fahrgäste eines kroatischen Nachtzugs, die in Bayern weit vor ihrem Ziel aussteigen müssen.
Feuerwehr und Sanitäter haben im oberbayerischen Traunstein einen aus Kroatien kommenden Nachtzug evakuiert. Der Großalarm ging laut Bayerischem Roten Kreuz (BRK) um 5.11 Uhr morgens ein. Gemeldet worden war ein Brand im Zug, der sich dann jedoch als qualmende Bremse herausstellte. Laut Kreisfeuerwehrverband Traunstein wurden 250 Fahrgäste aus dem Zug evakuiert, das BRK sprach von 200 Menschen. Der Zugverkehr auf dem vielbefahrenen Streckenabschnitt zwischen Salzburg und München wurde für eine Stunde eingestellt.
Unsanftes Ende einer nächtlichen Zugfahrt mit glimpflichem Ausgang
Der Zug der kroatischen Staatsbahn war von Zagreb nach Stuttgart unterwegs, für die Fahrgäste endete die Nachtruhe wegen der Evakuierung dann vorzeitig. Notärzte untersuchten mehrere Fahrgäste, die den von der überhitzten Bremse erzeugten Rauch eingeatmet hatten. Laut Feuerwehr musste niemand ins Krankenhaus gebracht werden.
Ursache mutmaßlich ein technischer Defekt
Aufmerksam geworden auf die überhitzte Bremse war demnach das Zugpersonal. Die Feuerwehrleute besprühten die überhitzte Bremse mit Feuerlöschern und brachten so den Rauch unter Kontrolle. Ursache war mutmaßlich ein technischer Defekt. Feuerwehr-Einsatzleiter Christian Schulz nannte die Evakuierung der vielen Fahrgäste eine «herausfordernde Situation».
Die Passagiere wurden vorübergehend in einer Turnhalle untergebracht und setzten ihre Weiterfahrt Richtung München und Stuttgart dann im Laufe des Morgens mit anderen Zügen fort. Der Schaden an dem Zug ist nach erster Einschätzung gering.

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