
Inhalt
- 1 WM 2026 Public Viewing: Wird es ein Sommermärchen 2.0?
- 2 Warum fallen die Anstoßzeiten so ungünstig aus?
- 3 Welche Städte haben Public Viewing bereits abgesagt?
- 4 Welche Alternativen gibt es für Fußballfans?
- 5 Lärmschutz als Stolperstein: Wie beeinflusst er das Public Viewing?
- 6 Was bedeutet das für die Fankultur in Deutschland?
„Ein Fußball-Sommer ohne Rudelgucken? Das wäre wie ein Grillabend ohne Bratwurst!“ So oder ähnlich mag es manchem Fußballfan durch den Kopf gehen, wenn er an die WM 2026 denkt. Doch die Realität sieht anders aus: Die Anstoßzeiten in den USA, Kanada und Mexiko machen Public Viewing in Deutschland zur Herausforderung.

WM 2026 Public Viewing: Wird es ein Sommermärchen 2.0?
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wirft ihre Schatten voraus, doch die Vorfreude in Deutschland wird durch einen Faktor getrübt: die ungünstigen Anstoßzeiten. Während sich die Teams in den USA, Kanada und Mexiko auf dem Rasen messen, werden viele deutsche Fans wohl eher im Bett liegen. Das wirft die Frage auf: Wird es überhaupt ein WM 2026 Public Viewing geben, das dem Sommermärchen von 2006 nahekommt?
Die Antwort ist ernüchternd: Ein flächendeckendes «Rudelgucken» mit Sommermärchen-Feeling wird es in Deutschland wohl nicht geben. Viele Kommunen haben bereits Absagen erteilt, was die Hoffnungen der Fans auf gemeinsame Fußballfeste dämpft. Doch es gibt auch Lichtblicke: Einige Städte planen kleinere Veranstaltungen in Kooperation mit Partnern, um zumindest einigen Fans ein gemeinsames Erlebnis zu ermöglichen.
Auf einen Blick
- Viele Kommunen haben Public Viewing zur WM 2026 abgesagt.
- Die späten Anstoßzeiten in Nordamerika sind der Hauptgrund.
- Einige Städte planen kleinere Veranstaltungen in Kooperation mit Partnern.
- Lärmschutzbestimmungen erschweren Public Viewing in Wohngebieten.
Warum fallen die Anstoßzeiten so ungünstig aus?
Die Antwort liegt in der geografischen Lage der Austragungsorte. Die USA, Kanada und Mexiko liegen in verschiedenen Zeitzonen, die mehrere Stunden hinter der deutschen Zeit zurückliegen. Das bedeutet, dass Spiele, die dort am Nachmittag oder Abend stattfinden, in Deutschland erst spät in der Nacht oder sogar am frühen Morgen angepfiffen werden. Konkret bedeutet das für den ersten Gruppenspieltag Anstoßzeiten zwischen 19 Uhr abends und sechs Uhr morgens deutscher Zeit. Die letzten beiden Gruppenspiele der deutschen Elf gegen die Elfenbeinküste und gegen Ecuador etwa sind erst um 22 Uhr in Deutschland angesetzt. (Lesen Sie auch: Wiedereinstieg Sport: So Gelingt ein Gesunder Neustart…)
In der K.o.-Phase sind sogar noch spätere Anstoßzeiten möglich. Einige der Begegnungen finden darüber hinaus noch unter der Woche statt. Für viele Fans stellt sich also die Frage, ob es zu dieser WM überhaupt Fußball-Feste auf öffentlichen Fanmeilen in Deutschland geben wird.
Welche Städte haben Public Viewing bereits abgesagt?
Die Liste der Städte, die Public Viewing zur WM 2026 bereits abgesagt haben, ist lang. Hamburg wird kein Spiel der deutschen Elf auf dem Heiligengeistfeld zeigen. Auch in Berlin wird es am Brandenburger Tor für dieses Turnier keine offizielle Fan-Meile geben: Es hat sich schlicht kein Veranstalter dafür gemeldet. Wie Stern berichtet, werden auch in Nordrhein-Westfalen die Kommunen keine offiziellen Public-Viewing-Events organisieren. In Köln, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Aachen und Dortmund wird es, anders als bei der Heim-EM 2024, keine Fan-Zones geben, wie eine Umfrage des WDR ergab. Auch in den Städten Mülheim (Ruhr), Düren, Krefeld, Wuppertal, Remscheid und Solingen ist kein Public Viewing geplant.
Diese Absagen sind ein herber Schlag für die deutsche Fankultur, die das gemeinsame Fußballschauen liebt. Doch die Kommunen sehen sich aufgrund der späten Anstoßzeiten und der damit verbundenen Lärmbelästigung gezwungen, auf Public Viewing zu verzichten.
Welche Alternativen gibt es für Fußballfans?
Trotz der Absagen vieler Kommunen gibt es für Fußballfans noch Hoffnung auf ein gemeinsames Erlebnis. Einige Städte planen kleinere Public-Viewing-Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern. So wird es in Recklinghausen bis zu 7.500 Besucherinnen und Besuchern möglich sein, Spiele, die bis 22 Uhr angepfiffen werden, gemeinsam zu verfolgen. Auch in anderen Städten gibt es Überlegungen, kleinere Fan-Feste zu organisieren, beispielsweise in Sportvereinen oder Gaststätten. (Lesen Sie auch: Mordprozess Rostock: Vater Verzweifelt – Wer Tötete…)
Eine weitere Alternative ist das private Public Viewing. Viele Fans werden sich wohl im Freundes- und Familienkreis treffen, um die Spiele gemeinsam zu schauen. Auch Sportbars und Kneipen könnten eine Anlaufstelle für Fußballfans sein, die das Spiel in Gesellschaft verfolgen möchten. Allerdings müssen auch hier die Lärmschutzbestimmungen eingehalten werden.
Die Bundesregierung hat mit einer Verordnung den Lärmschutz teilweise ausgesetzt, um Public Viewing zu ermöglichen. Allerdings gilt diese Ausnahmeregelung nicht uneingeschränkt und muss von den Kommunen genehmigt werden.
Lärmschutz als Stolperstein: Wie beeinflusst er das Public Viewing?
Der Lärmschutz ist einer der Hauptgründe, warum viele Kommunen Public Viewing zur WM 2026 absagen. Die späten Anstoßzeiten führen dazu, dass die Spiele bis tief in die Nacht dauern. Das bedeutet Lärmbelästigung für die Anwohner, die ihren Schlaf brauchen. Die Kommunen müssen daher einen Spagat zwischen den Interessen der Fußballfans und dem Schutz der Anwohner finden.
Die Lärmschutzbestimmungen sind in Deutschland streng. Sie regeln, wie laut es zu bestimmten Zeiten sein darf. Bei Public-Viewing-Veranstaltungen muss der Lärmpegel daher begrenzt werden. Das kann dazu führen, dass die Lautstärke der Übertragung reduziert werden muss oder dass die Veranstaltung früher beendet werden muss. (Lesen Sie auch: Bundibugyo Ebola: Wie Nah ist ein Impfstoff…)

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat eine Broschüre zum Thema Lärmschutz herausgegeben, die Kommunen und Veranstaltern als Leitfaden dienen kann. Die Broschüre enthält Tipps und Hinweise, wie Lärmbelästigung vermieden werden kann und wie Public-Viewing-Veranstaltungen umweltfreundlich gestaltet werden können. Die DBU setzt sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt ein.
Was bedeutet das für die Fankultur in Deutschland?
Die Absagen vieler Public-Viewing-Veranstaltungen sind ein Rückschlag für die Fankultur in Deutschland. Das gemeinsame Fußballschauen ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Fußballtradition. Es bietet die Möglichkeit, die Begeisterung für den Sport mit anderen zu teilen und gemeinsam zu feiern. Wenn diese Möglichkeit wegfällt, leidet die Fankultur.
Allerdings ist die deutsche Fankultur resilient. Die Fans werden Wege finden, ihre Begeisterung für den Fußball auszuleben, auch wenn es kein flächendeckendes Public Viewing gibt. Private Treffen, Sportbars und kleinere Veranstaltungen bieten Alternativen, um die Spiele gemeinsam zu verfolgen. Die Sportschau wird sicherlich ausführlich über die Stimmungslage im Land berichten.
Es bleibt zu hoffen, dass die WM 2026 trotz der ungünstigen Anstoßzeiten und der Absagen vieler Public-Viewing-Veranstaltungen zu einem Fußballfest wird. Die deutschen Fans werden sicherlich alles daran setzen, ihre Mannschaft zu unterstützen und die Begeisterung für den Sport zu leben. (Lesen Sie auch: Thailand Prinzessin Bha: Ernste Sorge um Ihren…)
Auch wenn das große «Rudelgucken» ausfällt, wird die WM 2026 sicherlich ihre Momente haben. Vielleicht entstehen ja gerade durch die kleineren, intimeren Public-Viewing-Veranstaltungen neue Traditionen und eine ganz besondere Atmosphäre. Die Vorfreude auf das Turnier bleibt bestehen, und die deutschen Fans werden Wege finden, ihre Mannschaft zu unterstützen – egal zu welcher Uhrzeit.






Be the first to comment