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Die ARD und ZDF müssen sich auf eine spätere und geringere Erhöhung des Rundfunkbeitrags einstellen. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat eine neue Empfehlung veröffentlicht, die den bisherigen Streit zwischen den Sendern und den Bundesländern um die Beitragshöhe entschärfen soll. Statt einer Erhöhung auf 18,94 Euro im Monat ab Januar 2025, empfiehlt die KEF nun eine Erhöhung auf 18,64 Euro im Monat ab Januar 2027.

Hintergrund zur Finanzierung von ARD und ZDF
Die Finanzierung von ARD und ZDF basiert hauptsächlich auf dem Rundfunkbeitrag, den alle Haushalte und Unternehmen in Deutschland zahlen müssen. Dieser Beitrag wird von der KEF regelmäßig überprüft und an den Bedarf der Sender angepasst. Die KEF setzt sich aus unabhängigen Experten zusammen, die den Finanzbedarf der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ermitteln und eine entsprechende Beitragshöhe empfehlen. Die Empfehlung der KEF muss von den Bundesländern per Staatsvertrag umgesetzt werden. In der Vergangenheit kam es häufig zu Streitigkeiten zwischen den Ländern und den Sendern über die Höhe des Rundfunkbeitrags. Einige Länder blockierten Erhöhungen, was zu Verfassungsbeschwerden von ARD und ZDF führte. (Lesen Sie auch: Franz Xaver Gernstl: Zeitreise-Doku führt zu bewegenden)
Aktuelle Entwicklung: Beitragserhöhung erst 2027
Die aktuelle Empfehlung der KEF sieht vor, den Rundfunkbeitrag erst ab 2027 um 28 Cent auf 18,64 Euro pro Monat zu erhöhen. Ursprünglich war eine Erhöhung um 58 Cent auf 18,94 Euro ab 2025 geplant. Da nicht alle Bundesländer dieser Erhöhung zustimmten, zogen ARD und ZDF vor das Bundesverfassungsgericht. Mit der neuen Empfehlung der KEF entfällt die Grundlage für die Verfassungsbeschwerden, da die Beitragserhöhung später und geringer ausfällt. Laut LTO.de wollte das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2025 entscheiden, ob ARD und ZDF eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags zusteht. Nun ist diese Entscheidung hinfällig.
Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag sind gesunken. Laut tagesschau.de sind die Einnahmen um etwa 260 Millionen Euro auf 8,74 Milliarden Euro gesunken. Die KEF geht davon aus, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio mit der empfohlenen Beitragshöhe für die Beitragsperiode 2025 bis 2028 ausreichend finanziert sind. (Lesen Sie auch: Franziska Temme und Eric Stehfest: Liebe bei…)
Reaktionen und Einordnung
Die Reaktion auf die neue Empfehlung der KEF fallen gemischt aus. Während einige Politiker die geringere Beitragserhöhung begrüßen, kritisieren andere, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk weiterhin zu teuer sei. Steffen Grimberg kommentiert in der taz.de, dass die Länder zwar bekommen haben, was sie wollten, aber trotzdem unglücklich sind. Er kritisiert, dass einige Politiker den Rundfunkbeitrag für parteipolitische Zwecke missbrauchen würden.Sie müssen bis Ende 2026 einen Staatsvertrag abschließen, um die Beitragserhöhung umzusetzen. Es ist jedoch zu erwarten, dass es erneut zu Diskussionen und Streitigkeiten über die Höhe des Rundfunkbeitrags kommen wird.
Was bedeutet die verzögerte Beitragserhöhung für ARD und ZDF?
Die verzögerte und geringere Beitragserhöhung bedeutet für ARD und ZDF, dass sie in den kommenden Jahren mit weniger Einnahmen auskommen müssen. Dies könnte dazu führen, dass die Sender Einsparungen vornehmen müssen, beispielsweise bei Programmproduktionen oder Personal. Es ist auch möglich, dass die Sender verstärkt auf andere Finanzierungsquellen wie Werbung oder Sponsoring setzen werden. Die genauen Auswirkungen der verzögerten Beitragserhöhung auf die Programme und Angebote von ARD und ZDF sind derzeit noch nicht absehbar. (Lesen Sie auch: Günther Jauch: Kandidatin strauchelt bei "Wer wird)
Die Deutsche Welle bietet ein umfassendes Porträt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland.

FAQ zu ARD und ZDF
Häufig gestellte Fragen zu ard zdf
Warum gibt es den Rundfunkbeitrag in Deutschland?
Der Rundfunkbeitrag dient der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, zu dem ARD, ZDF und Deutschlandradio gehören. Er soll eine unabhängige und vielfältige Berichterstattung gewährleisten, die nicht von politischen oder wirtschaftlichen Interessen abhängig ist. (Lesen Sie auch: Fenerbahçe – Kasımpaşa: gegen: Kann Fenerbahçe)
Wie wird die Höhe des Rundfunkbeitrags festgelegt?
Die Höhe des Rundfunkbeitrags wird von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ermittelt. Die KEF prüft den Finanzbedarf von ARD, ZDF und Deutschlandradio und empfiehlt eine entsprechende Beitragshöhe. Die Empfehlung muss von den Bundesländern per Staatsvertrag umgesetzt werden.
Was passiert, wenn man den Rundfunkbeitrag nicht bezahlt?
Wer den Rundfunkbeitrag nicht bezahlt, erhält zunächst eine Mahnung. Bleibt die Zahlung weiterhin aus, kann der Beitrag zwangsweise eingetrieben werden. Zudem können Säumniszuschläge und Zinsen fällig werden. Im schlimmsten Fall droht eine Zwangsvollstreckung.
Können sich Studenten vom Rundfunkbeitrag befreien lassen?
Studierende, die BAföG beziehen, können sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Dazu müssen sie einen entsprechenden Antrag beim Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio stellen und einen Nachweis über den BAföG-Bezug vorlegen.
Welche Aufgaben haben ARD und ZDF?
ARD und ZDF haben den Auftrag, ein vielfältiges und unabhängiges Programmangebot für die Bevölkerung bereitzustellen. Dazu gehören Nachrichten, Dokumentationen, Spielfilme, Serien, Kultur- und Bildungsangebote sowie Unterhaltungssendungen. Sie sollen zur Information, Bildung und Unterhaltung der Bürger beitragen.
| Zeitraum | Bisherige Planung | Neue Empfehlung |
|---|---|---|
| Ab Januar 2025 | 18,94 Euro | – |
| Ab Januar 2027 | – | 18,64 Euro |
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.


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