Inhalt
- 1 Hintergrund der neuen Empfehlungen zur Stilldauer
- 2 Aktuelle Entwicklung: Angleichung an internationale Standards
- 3 Reaktionen und Einordnung
- 4 Was bedeutet das für Eltern?
- 5 Vorteile des Stillens
- 6 Stillen: Herausforderungen und Unterstützung
- 7 Stillen und Berufstätigkeit
- 8 Stilldauer im internationalen Vergleich
- 9 Stillen: Was bedeutet das für die Zukunft?
- 10 Häufig gestellte Fragen zu stillen
Die Frage, wie lange Mütter ihre Kinder stillen sollten, beschäftigt Eltern und Experten gleichermaßen. Nun gibt es neue Empfehlungen, die international etablierte Standards berücksichtigen und einen Paradigmenwechsel in Deutschland einläuten.

Hintergrund der neuen Empfehlungen zur Stilldauer
Deutschland hatte sich in den letzten 15 Jahren von den internationalen Empfehlungen zur Stilldauer entfernt. Während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits seit Längerem empfiehlt, Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen und anschließend bis zum Alter von zwei Jahren oder länger – solange Mutter und Kind es wünschen – weiter zu stillen, gab es hierzulande abweichende Empfehlungen. Zuletzt wurde in Deutschland empfohlen, Beikost bereits nach dem vollendeten vierten bis sechsten Lebensmonat einzuführen.
Aktuelle Entwicklung: Angleichung an internationale Standards
Eine neue Leitlinie zur Stilldauer rückt Deutschland nun wieder näher an die Empfehlungen der WHO. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, empfiehlt die neue Leitlinie, reifgeborene Kinder (Geburt ab der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche) in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Erst ab dem Beginn des siebten Lebensmonats soll dann begleitend Beikost eingeführt werden, während das Stillen parallel weitergeführt wird. Darüber sollte die Gesamtstilldauer mindestens bei zwölf Monaten liegen. (Lesen Sie auch: Juventus Galatasaray: gegen: Europäische Top-Klubs)
Reaktionen und Einordnung
Mit der neuen Leitlinie kehrt Deutschland nach gut 15 Jahren Sonderweg zur international etablierten Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück. Ziel ist es, die Stillraten und die Stilldauer in Deutschland zu erhöhen, da diese im internationalen Vergleich eher niedrig sind. Die WHO empfiehlt das Stillen als die optimale Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder und betont die zahlreichen Vorteile für Mutter und Kind.
Was bedeutet das für Eltern?
Die neuen Empfehlungen sollen Eltern eine klare Orientierung geben und sie darin bestärken, ihre Kinder möglichst lange zu stillen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass jede Mutter und jedes Kind individuell sind und die Entscheidung für oder gegen das Stillen sowie die Dauer des Stillens immer in Absprache mit medizinischem Fachpersonal getroffen werden sollte. Faktoren wie die Gesundheit der Mutter, die Bedürfnisse des Kindes und die individuellen Lebensumstände spielen dabei eine wichtige Rolle.
Vorteile des Stillens
Das Stillen bietet sowohl für das Kind als auch für die Mutter zahlreiche Vorteile. Muttermilch ist optimal auf die Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt und enthält alle wichtigen Nährstoffe, Antikörper und Immunfaktoren, die das Kind für eine gesunde Entwicklung benötigt. Gestillte Kinder haben ein geringeres Risiko für Infektionen, Allergien und Übergewicht. Für die Mutter kann das Stillen helfen, die Gebärmutter schneller zurückzubilden, das Risiko für bestimmte Krebsarten zu senken und die Mutter-Kind-Bindung zu stärken. Informationen und Unterstützung rund um das Thema Stillen bietet beispielsweise die Nationale Stillkommission. (Lesen Sie auch: Atalanta Bergamo will gegen Dortmund Rückstand aufholen)
Stillen: Herausforderungen und Unterstützung
Obwohl das Stillen viele Vorteile bietet, kann es auch mit Herausforderungen verbunden sein. Viele Mütter haben zu Beginn Schwierigkeiten mit dem Anlegen, der Milchproduktion oder wunden Brustwarzen. Es ist wichtig, sich in solchen Fällen frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen, beispielsweise bei einer Stillberaterin oder Hebamme. Auch der Austausch mit anderen Müttern kann hilfreich sein, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu ermutigen.
Stillen und Berufstätigkeit
Viele Mütter stehen vor der Frage, wie sie das Stillen mit ihrer Berufstätigkeit vereinbaren können. In Deutschland haben berufstätige Mütter ein Recht auf Stillzeiten während der Arbeitszeit. Zudem gibt es die Möglichkeit, Muttermilch abzupumpen und dem Kind zu füttern, wenn es nicht direkt gestillt werden kann. Eine gute Organisation und Unterstützung durch den Arbeitgeber können helfen, das Stillen auch während der Berufstätigkeit fortzusetzen.

Stilldauer im internationalen Vergleich
Wie lange Mütter ihre Kinder stillen, variiert stark von Land zu Land. In einigen Ländern, insbesondere in Skandinavien und Lateinamerika, sind die Stillraten und die Stilldauer deutlich höher als in Deutschland. Dies liegt unter anderem an einer besseren Unterstützung von stillenden Müttern durch das Gesundheitssystem und die Gesellschaft. Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Stilldauer in verschiedenen Ländern: (Lesen Sie auch: AFD Umfragewerte steigen: Zweitstärkste Kraft in Berlin?)
| Land | Durchschnittliche Stilldauer (Monate) |
|---|---|
| Schweden | 9 |
| Norwegen | 8 |
| Deutschland | 5-6 |
| USA | 6 |
Stillen: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die neuen Empfehlungen zur Stilldauer sind ein wichtiger Schritt, um das Stillen in Deutschland zu fördern und die Gesundheit von Müttern und Kindern zu verbessern. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Stillraten und die Stilldauer in den kommenden Jahren erhöhen werden und dass stillende Mütter die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.
Häufig gestellte Fragen zu stillen
Wie lange sollten Mütter ihr Baby ausschließlich stillen?
Die neue Leitlinie empfiehlt, reifgeborene Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Dies entspricht den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderer internationaler Organisationen.
Ab wann sollte man mit der Beikost beginnen?
Ab dem Beginn des siebten Lebensmonats soll begleitend Beikost eingeführt werden, während das Stillen parallel weitergeführt wird. Es ist wichtig, auf die Reifezeichen des Kindes zu achten und die Beikost langsam einzuführen. (Lesen Sie auch: Streuobstwiesen im Fokus: Leonberg setzt)
Wie lange sollte man insgesamt stillen?
Die Gesamtstilldauer sollte mindestens zwölf Monate betragen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt sogar, bis zum Alter von zwei Jahren oder länger zu stillen, solange Mutter und Kind dies wünschen.
Welche Vorteile hat das Stillen für das Baby?
Muttermilch ist optimal auf die Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt und enthält alle wichtigen Nährstoffe, Antikörper und Immunfaktoren. Gestillte Kinder haben ein geringeres Risiko für Infektionen, Allergien und Übergewicht.
Welche Vorteile hat das Stillen für die Mutter?
Für die Mutter kann das Stillen helfen, die Gebärmutter schneller zurückzubilden, das Risiko für bestimmte Krebsarten zu senken und die Mutter-Kind-Bindung zu stärken. Zudem ist es eine praktische und kostengünstige Art der Ernährung.


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