
Inhalt
- 1 Tomaten Pflanzen: Der richtige Zeitpunkt und die Vorbereitung
- 2 Die Aussaat: So gelingt der Start auf der Fensterbank
- 3 Das Pikieren: Den Keimlingen mehr Raum geben
- 4 Die Pflege der Jungpflanzen: Licht, Wärme und Wasser
- 5 Das Abhärten: Vorbereitung auf das Leben im Freien
- 6 Das Auspflanzen: Endlich ins Beet oder den Balkonkasten
- 7 Die Pflege während der Wachstumsperiode: Ausgeizen und Gießen
- 8 Die Ernte: Der Lohn der Mühe
Tomaten Pflanzen ist einfacher als gedacht und kann mit etwas Geduld und den richtigen Schritten in etwa vier Monaten von der Aussaat bis zur Ernte führen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Vorbereitung und Pflege der Pflanzen, beginnend mit der Aussaat auf der Fensterbank bis hin zur Auspflanzung ins Beet oder den Balkonkasten.

Zusammenfassung
- Beginnen Sie mit der Aussaat in nährstoffarmer Anzuchterde.
- Sorgen Sie für ausreichend Licht, Wärme (mind. 20 Grad) und Feuchtigkeit.
- Vereinzeln Sie die Keimlinge nach etwa drei Wochen.
- Härten Sie die Jungpflanzen vor dem Auspflanzen ab.
- Wählen Sie einen sonnigen Standort und verwenden Sie eine nährstoffreiche Erde.
Tomaten Pflanzen: Der richtige Zeitpunkt und die Vorbereitung
Der ideale Zeitpunkt, um mit dem Tomaten pflanzen zu beginnen, liegt in den Monaten März oder April. Wer früher startet, riskiert, dass die Pflanzen zu groß werden, bevor sie ins Freie können. Eine spätere Aussaat verkürzt hingegen die Wachstumsperiode, was sich negativ auf die Ernte auswirken kann. Die Vorbereitung ist entscheidend: Verwenden Sie nährstoffarme Anzuchterde, um die Keimlinge nicht zu überdüngen. Anzuchterde ist speziell auf die Bedürfnisse junger Pflanzen abgestimmt und enthält weniger Nährstoffe als herkömmliche Blumenerde.
Welche Sorten eignen sich für den Anbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon?
Die Vielfalt an Tomatensorten ist enorm. Von klassischen roten Sorten wie «Harzfeuer» oder «Moneymaker» bis hin zu exotischeren Varianten wie «Red Zebra» oder «Deutscher Fleiß» ist für jeden Geschmack etwas dabei. Für den Anbau auf dem Balkon eignen sich besonders kleinwüchsige Sorten wie Buschtomaten oder Hängetomaten, da sie weniger Platz benötigen. Im Garten hingegen kann man auch größere Sorten wie Stabtomaten anbauen, die jedoch eine Stütze benötigen. Informationen und Tipps zu den verschiedenen Sorten bietet auch mein-schoener-garten.de.
Die Aussaat: So gelingt der Start auf der Fensterbank
Füllen Sie kleine Anzuchttöpfe oder eine Anzuchtschale mit der nährstoffarmen Erde. Verteilen Sie die Tomatensamen mit ausreichend Abstand zueinander auf der Erde und bedecken Sie sie leicht mit Erde. Befeuchten Sie die Erde anschließend vorsichtig mit einer Sprühflasche. Decken Sie die Anzuchttöpfe oder -schale mit einer Klarsichtfolie oder einem Deckel ab, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Stellen Sie die Anzuchtgefäße an einen hellen und warmen Ort, beispielsweise auf die Fensterbank. Die ideale Keimtemperatur liegt bei etwa 20 bis 25 Grad Celsius. Lüften Sie die Abdeckung täglich kurz, um Schimmelbildung zu vermeiden. Nach etwa acht bis zehn Tagen sollten die ersten Keimlinge sichtbar sein. (Lesen Sie auch: Gemüse Vorziehen: So Klappt die Anzucht für…)
Verwenden Sie ein Zimmergewächshaus, um die Keimbedingungen optimal zu gestalten. Ein Zimmergewächshaus sorgt für eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit und schützt die jungen Pflanzen vor Zugluft.
Das Pikieren: Den Keimlingen mehr Raum geben
Sobald die Keimlinge ihre ersten richtigen Blätter (nach den Keimblättern) entwickelt haben, ist es Zeit, sie zu pikieren. Das bedeutet, dass die kleinen Pflanzen in separate Töpfe umgesetzt werden, um ihnen mehr Raum zum Wachsen zu geben. Füllen Sie kleine Töpfe (etwa 8-10 cm Durchmesser) mit Anzuchterde. Heben Sie die Keimlinge vorsichtig mit einem Pikierstab oder einem Löffel aus der Anzuchtschale und setzen Sie sie in die neuen Töpfe. Achten Sie darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Die Keimlinge können etwas tiefer in die Erde gesetzt werden als zuvor, da sie am Stiel zusätzliche Wurzeln bilden können. Gießen Sie die Pflanzen nach dem Pikieren vorsichtig an.
Die Pflege der Jungpflanzen: Licht, Wärme und Wasser
Die Jungpflanzen benötigen nun ausreichend Licht, Wärme und Wasser, um kräftig zu wachsen. Stellen Sie die Töpfe an einen hellen Standort, beispielsweise auf eine sonnige Fensterbank. Vermeiden Sie jedoch direkte Sonneneinstrahlung, da diese die Blätter verbrennen kann. Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe. Die Erde sollte immer leicht feucht sein. Düngen ist in dieser Phase noch nicht notwendig, da die Anzuchterde ausreichend Nährstoffe enthält. Drehen Sie die Töpfe regelmäßig, damit die Pflanzen gleichmäßig wachsen und sich nicht zum Licht hinneigen. Wie Stern berichtet, ist das richtige Timing entscheidend für eine erfolgreiche Ernte.
Tomaten sind Nachtschattengewächse und stammen ursprünglich aus Südamerika. Sie wurden im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht und erfreuen sich seitdem großer Beliebtheit. (Lesen Sie auch: Gartenarbeit März: 5 Top-Aufgaben für einen Blühenden…)
Das Abhärten: Vorbereitung auf das Leben im Freien
Bevor die Tomatenpflanzen ins Freie gepflanzt werden können, müssen sie abgehärtet werden. Das bedeutet, dass sie langsam an die Bedingungen im Freien gewöhnt werden, wie beispielsweise die niedrigere Temperatur, die stärkere Sonneneinstrahlung und den Wind. Beginnen Sie etwa zwei Wochen vor dem geplanten Auspflanztermin, die Pflanzen tagsüber für einige Stunden ins Freie zu stellen. Steigern Sie die Dauer jeden Tag um ein bis zwei Stunden. Achten Sie darauf, die Pflanzen vor direkter Sonneneinstrahlung und starkem Wind zu schützen. Wenn Frost droht, holen Sie die Pflanzen wieder ins Haus.
Das Auspflanzen: Endlich ins Beet oder den Balkonkasten
Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ist es endlich soweit: Die Tomatenpflanzen können ins Beet oder den Balkonkasten ausgepflanzt werden. Wählen Sie einen sonnigen und windgeschützten Standort. Der Boden sollte locker, humos und nährstoffreich sein. Graben Sie Pflanzlöcher, die etwas größer sind als die Wurzelballen der Pflanzen. Setzen Sie die Pflanzen in die Löcher und füllen Sie diese mit Erde auf. Gießen Sie die Pflanzen nach dem Auspflanzen gründlich an. Bei Stabtomaten ist es wichtig, eine Stütze (z.B. einen Stab oder ein Gitter) anzubringen, an der die Pflanzen hochgeleitet werden können.
Wie oft muss ich meine Tomaten gießen und düngen?
Tomaten benötigen regelmäßig Wasser, besonders während der Blüte- und Fruchtbildungsphase. Gießen Sie die Pflanzen am besten morgens oder abends, um Verdunstungsverluste zu minimieren. Vermeiden Sie es, die Blätter zu gießen, da dies das Risiko von Pilzkrankheiten erhöht. Düngen Sie die Pflanzen regelmäßig mit einem speziellen Tomatendünger. Beginnen Sie etwa zwei Wochen nach dem Auspflanzen mit dem Düngen und wiederholen Sie dies alle zwei bis drei Wochen. Achten Sie auf die Dosierungsanleitung des Düngers.

Die Pflege während der Wachstumsperiode: Ausgeizen und Gießen
Während der Wachstumsperiode ist es wichtig, die Tomatenpflanzen regelmäßig zu pflegen. Dazu gehört das Ausgeizen, also das Entfernen der Seitentriebe, die sich in den Blattachseln bilden. Durch das Ausgeizen wird die Bildung von Früchten gefördert und die Pflanzen bleiben übersichtlich. Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig und düngen Sie sie bei Bedarf. Achten Sie auf Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingen und behandeln Sie diese gegebenenfalls. Eine gute Belüftung der Pflanzen ist wichtig, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. (Lesen Sie auch: Rosenrost Bekämpfen: So Retten Sie Ihre Rosen…)
Die Ernte: Der Lohn der Mühe
Nach etwa vier Monaten können Sie endlich die ersten reifen Tomaten ernten. Reife Tomaten sind an ihrer Farbe und ihrer weichen Konsistenz zu erkennen. Ernten Sie die Tomaten vorsichtig, um die Pflanzen nicht zu beschädigen. Lagern Sie die Tomaten an einem kühlen und trockenen Ort. Selbst angebaute Tomaten schmecken besonders aromatisch und sind eine Bereicherung für jede Küche. Informationen zu regionalen Anbietern von Saatgut und Jungpflanzen bietet beispielsweise der NDR.
Tomaten Pflanzen ist ein lohnendes Hobby, das mit etwas Geduld und den richtigen Handgriffen zu einer reichen Ernte führt. Die Vielfalt an Sorten und Anbaumethoden bietet für jeden Gärtner und Balkonbesitzer die passende Möglichkeit, sich selbst mit frischen, aromatischen Tomaten zu versorgen.






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