
Inhalt
- 1 Judith Hermann: Das Wichtigste in Kürze
- 2 Wer ist Judith Hermann? Biografie und Anfänge
- 3 Der literarische Stil von Judith Hermann
- 4 Judith Hermann: Die bekanntesten Werke und Romane
- 5 Das neue Buch: „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“
- 6 Lesungen und Termine von Judith Hermann 2026
- 7 Auszeichnungen und Preise für Judith Hermann
- 8 Tabelle: Ausgewählte Werke von Judith Hermann
- 9 FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Judith Hermann
- 10 Fazit
Die renommierte deutsche Schriftstellerin Judith Hermann steht am 25. Februar 2026 erneut im Mittelpunkt des literarischen Interesses, denn ihr mit Spannung erwartetes neues Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ erscheint heute. Dieses Werk widmet sich der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ihres Großvaters und verspricht intensive Debatten.
Hermann, bekannt für ihren prägnanten Stil und ihre tiefgründigen Erzählungen, prägt die deutschsprachige Literatur seit ihrem Debüt „Sommerhaus, später“ maßgeblich. Ihre Fähigkeit, das Ungesagte spürbar zu machen und komplexe menschliche Beziehungen zu beleuchten, findet sich auch in ihrem neuesten Roman wieder.
Inhaltsverzeichnis
- Judith Hermann: Das Wichtigste in Kürze
- Wer ist Judith Hermann? Biografie und Anfänge
- Der literarische Stil von Judith Hermann
- Judith Hermann: Die bekanntesten Werke und Romane
- Das neue Buch: „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“
- Lesungen und Termine von Judith Hermann 2026
- Auszeichnungen und Preise für Judith Hermann
- Tabelle: Ausgewählte Werke von Judith Hermann
- FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Judith Hermann
- Fazit
Judith Hermann: Das Wichtigste in Kürze
- Geburtsdatum und -ort: Judith Hermann wurde am 15. Mai 1970 in Berlin-Tempelhof geboren.
- Debüt: Ihr erster Erzählband „Sommerhaus, später“ (1998) etablierte sie als wichtige Stimme der Gegenwartsliteratur.
- Aktuelles Buch 2026: „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ erscheint am 25. Februar 2026 und behandelt die NS-Vergangenheit ihres Großvaters.
- Literarischer Stil: Kennzeichnend sind melancholische Töne, präzise Sprache, das Ungesagte und die Auseinandersetzung mit menschlichen Beziehungen.
- Wichtige Auszeichnungen: Sie erhielt unter anderem den Kleist-Preis (2001), den Friedrich-Hölderlin-Preis (2009) und den Wilhelm Raabe-Literaturpreis (2023).
- Lesungen 2026: Zahlreiche Lesungen zu ihrem neuen Buch sind von März bis September 2026 in Deutschland und der Schweiz geplant.
- Wohnort: Judith Hermann lebt und arbeitet in Berlin-Prenzlauer Berg.
Wer ist Judith Hermann? Biografie und Anfänge
Judith Hermann wurde am 15. Mai 1970 in Berlin-Tempelhof geboren. Nach ihrem Abitur studierte sie Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaften, allerdings ohne Abschluss. Anschließend besuchte sie eine Journalistenschule in Berlin und absolvierte ein Volontariat in New York, wo sie für deutschsprachige Zeitungen tätig war.
Ihre ersten literarischen Texte entstanden während ihres Aufenthalts in den USA, wo sie die Kurzgeschichte als ihr bevorzugtes Genre entdeckte. Ein entscheidender Schritt in ihrer Karriere war das Alfred-Döblin-Stipendium der Berliner Akademie der Künste im Jahr 1997. Dieses Stipendium ermöglichte es ihr, in kurzer Zeit neun Erzählungen zu schreiben, die 1998 in ihrem Debütband „Sommerhaus, später“ veröffentlicht wurden.
„Sommerhaus, später“ wurde von der Kritik gefeiert und machte Judith Hermann schnell zu einer der wichtigsten Stimmen der jungen deutschen Literatur. Ihr Erfolg war so groß, dass sie oft als Teil des sogenannten „Fräuleinwunders“ bezeichnet wurde, einer Gruppe junger Autorinnen, die Ende der 1990er-Jahre die Literaturszene prägten.
Der literarische Stil von Judith Hermann
Der Schreibstil von Judith Hermann ist unverwechselbar und hat maßgeblich zu ihrem Erfolg beigetragen. Ihre Prosa zeichnet sich durch eine melancholische Grundstimmung und eine bemerkenswerte Präzision in der Sprache aus. Sie verwendet oft kurze, prägnante Sätze und verzichtet in vielen ihrer Werke gänzlich auf Anführungszeichen bei wörtlicher Rede, was ihren Texten eine besondere Intimität verleiht.
Hermanns Erzählungen thematisieren häufig das Ungesagte, die Leerstellen zwischen den Menschen und die Fragilität menschlicher Beziehungen. Ihre Figuren sind oft auf der Suche nach Identität oder einem Ort, an dem sie „daheim“ sein können, und wirken bisweilen als Zuschauer ihrer eigenen Geschichten. Dies erzeugt eine subtile Spannung und eine tiefe emotionale Resonanz beim Leser. Zudem schafft sie es, mit einfachen Beschreibungen komplexe innere Welten darzustellen. Wie wir bereits in unserem Artikel über erfolgreiche Erzählformate diskutiert haben, ist die Fähigkeit, Emotionen durch Reduktion zu transportieren, ein Kennzeichen großer Literatur.
Judith Hermann: Die bekanntesten Werke und Romane
Neben ihrem Debüt „Sommerhaus, später“ hat Judith Hermann eine Reihe weiterer hochgelobter Erzählbände und Romane veröffentlicht. Dazu gehören „Nichts als Gespenster“ (2003), aus dem einzelne Geschichten 2007 verfilmt wurden, sowie „Alice“ (2009) und „Lettipark“ (2016). Diese Werke festigten ihren Ruf als Meisterin der Kurzgeschichte.
Ihr erster Roman, „Aller Liebe Anfang“, erschien 2014. Im Jahr 2021 folgte der Roman „Daheim“, der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde und in dem Judith Hermann von einem radikalen Neuanfang einer Frau am Meer erzählt. „Daheim“ wurde für seinen „tänzelnden, federleichten und doch melancholischen Ton“ gelobt. Zuletzt veröffentlichte sie 2023 „Wir hätten uns alles gesagt“, basierend auf ihren Frankfurter Poetikvorlesungen, für das sie den Wilhelm Raabe-Literaturpreis erhielt.
Das neue Buch: „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“
Am 25. Februar 2026 erscheint Judith Hermanns neuestes Werk „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“. Dieses Buch ist eine tiefgehende Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Familiengeschichte, insbesondere mit der Rolle ihres Großvaters während des Zweiten Weltkriegs in der Waffen-SS. Hermann begibt sich auf eine Spurensuche, die sie von Berlin über Polen bis nach Neapel führt, um das lange verleugnete Schweigen in ihrer Familie aufzubrechen.
Die Autorin verknüpft ihr Schreiben mit den Leerstellen und dem Verdrängten in der Gesellschaft und fragt nach den Auswirkungen von Nicht-Sprechen und Nicht-Wissen auf nachfolgende Generationen. Die Rezensionen zum Buch sind bereits intensiv und diskutieren, wie angemessen Hermanns bekannter Stil, der oft das Ungesagte umkreist, einem so schwerwiegenden Thema gerecht wird. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hebt hervor, dass man dieses Buch, das sich mit der SS-Vergangenheit auseinandersetzt, sofort lesen möchte.
Lesungen und Termine von Judith Hermann 2026
Im Frühjahr und Sommer 2026 wird Judith Hermann ihr neues Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ auf zahlreichen Lesungen präsentieren. Fans und Literaturinteressierte haben die Möglichkeit, die Autorin live zu erleben. Die Termine umfassen unter anderem Veranstaltungen in Berlin, Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Köln und Zürich. Dies ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, direkt mit der Autorin in Kontakt zu treten und mehr über ihr aktuelles Werk zu erfahren. Wer sich für aktuelle kulturelle Ereignisse interessiert, sollte auch unseren Artikel zur Berlinale-Debatte lesen.
Ausgewählte Lesungstermine (Stand: 25.02.2026):
- 11. März 2026: Premierenlesung in Frankfurt am Main, Literaturhaus
- 12. März 2026: Lesung und Gespräch in Wiesbaden
- 14. März 2026: lit.COLOGNE in Köln
- 23. März 2026: Berliner Buchpremiere im Heimathafen Neukölln
- 21. Juni 2026: Lesung im Zentrum Paul Klee, Zürich
Weitere Termine werden voraussichtlich über die Webseiten der Verlage und Literaturhäuser bekannt gegeben. Es ist ratsam, sich vorab über die genauen Uhrzeiten und mögliche Ticketverfügbarkeiten zu informieren.
Auszeichnungen und Preise für Judith Hermann
Judith Hermanns literarisches Schaffen wurde mit zahlreichen renommierten Preisen gewürdigt. Diese Auszeichnungen unterstreichen ihre Bedeutung in der deutschsprachigen und internationalen Literaturszene. Zu den wichtigsten Ehrungen zählen:
- Kleist-Preis (2001): Eine der bedeutendsten Literaturauszeichnungen in Deutschland, verliehen für ihr Debüt „Sommerhaus, später“.
- Friedrich-Hölderlin-Preis (2009): Ein weiterer hoch angesehener Preis, der ihr Werk würdigt.
- Erich-Fried-Preis (2014): Eine Auszeichnung, die ihr für ihr Gesamtwerk verliehen wurde.
- Bremer Literaturpreis (2022): Für ihren Roman „Daheim“.
- Wilhelm Raabe-Literaturpreis (2023): Für ihr Buch „Wir hätten uns alles gesagt“, das auf ihren Frankfurter Poetikvorlesungen basiert.
Diese Ehrungen belegen die anhaltende Relevanz und den künstlerischen Wert von Judith Hermanns Werk. Weitere Informationen zu Literaturpreisen finden sich beispielsweise auf Wikipedia.
Video-Empfehlung:
Wer mehr über Judith Hermann und ihren Schreibprozess erfahren möchte, dem sei ein Interview mit der Autorin empfohlen. Suchen Sie auf YouTube nach „Judith Hermann Interview“ für tiefergehende Einblicke in ihre Gedankenwelt und Arbeitsweise.
Tabelle: Ausgewählte Werke von Judith Hermann
| Titel | Genre | Erscheinungsjahr | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Sommerhaus, später | Erzählband | 1998 | Debütwerk, Kleist-Preis |
| Nichts als Gespenster | Erzählband | 2003 | Einzelne Geschichten verfilmt (2007) |
| Alice | Erzählband | 2009 | Fünf international gefeierte Erzählungen |
| Aller Liebe Anfang | Roman | 2014 | Erster Roman von Judith Hermann |
| Lettipark | Erzählband | 2016 | Ausgezeichnet mit dem dänischen Blixen-Preis |
| Daheim | Roman | 2021 | Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse, Bremer Literaturpreis 2022 |
| Wir hätten uns alles gesagt | Poetikvorlesungen | 2023 | Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2023 |
| Ich möchte zurückgehen in der Zeit | Roman/Autofiktion | 2026 | Aktuelles Werk, Auseinandersetzung mit der NS-Familiengeschichte |
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Judith Hermann
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Autorin Judith Hermann und ihr Werk.
Wofür ist Judith Hermann bekannt?
Judith Hermann ist bekannt für ihre prägnanten und melancholischen Kurzgeschichten und Romane, die sich oft mit Themen wie Liebe, Verlust, Identität und dem Ungesagten auseinandersetzen. Ihr Debüt „Sommerhaus, später“ prägte eine ganze Generation.
Wann erscheint das neue Buch von Judith Hermann?
Das neue Buch von Judith Hermann, „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“, erscheint am 25. Februar 2026.
Welche Auszeichnungen hat Judith Hermann erhalten?
Judith Hermann wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter der Kleist-Preis, der Friedrich-Hölderlin-Preis, der Bremer Literaturpreis und zuletzt der Wilhelm Raabe-Literaturpreis für „Wir hätten uns alles gesagt“.
Gibt es Lesungen von Judith Hermann im Jahr 2026?
Ja, Judith Hermann wird im Frühjahr und Sommer 2026 auf Lesereise sein und ihr neues Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ in verschiedenen Städten wie Berlin, Frankfurt und Köln vorstellen. Aktuelle Termine finden Sie auf den Webseiten der Veranstalter.
Wo wohnt Judith Hermann?
Judith Hermann lebt und arbeitet in Berlin-Prenzlauer Berg.
Fazit
Judith Hermann bleibt auch im Jahr 2026 eine der prägendsten und relevantesten Stimmen der deutschsprachigen Literatur. Ihr neues Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ verspricht eine tiefgründige Auseinandersetzung mit ihrer Familiengeschichte und gesellschaftlichem Schweigen, was die Autorin einmal mehr in den Fokus der öffentlichen Debatte rückt. Ihr einzigartiger Stil, der das Ungesagte meisterhaft beleuchtet, sowie ihre Fähigkeit, komplexe Emotionen in verdichteter Form darzustellen, sichern ihr einen festen Platz in der Literaturlandschaft. Die zahlreichen Lesungen bieten eine wertvolle Gelegenheit, diese außergewöhnliche Schriftstellerin persönlich zu erleben.

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