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Die Zahl der Lawinentoten in Österreich ist auf drei gestiegen, nachdem in Tirol erneut Lawinenabgänge verzeichnet wurden. Die Bergungskräfte konnten in St. Anton am Arlberg zwei Personen nur noch tot bergen. Zuvor war bereits ein deutscher Skifahrer in Nauders von einer Lawine getötet worden. Die Lawinentoten in Österreich sind somit auf drei gestiegen. Lawinentote österreich steht dabei im Mittelpunkt.

| Datum/Uhrzeit | Ort (genau) | Art des Einsatzes | Beteiligte Kräfte | Verletzte/Tote (wenn bekannt) | Sachschaden | Ermittlungsstand | Zeugenaufruf |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Unbekannt/Unbekannt | St. Anton am Arlberg, Tirol | Lawinenunglück mit Bergung | Bergrettung, Polizei, Notarzt | 2 Tote, 3 Verletzte | Unbekannt | Laufende Ermittlungen | Nein |
| Unbekannt/Unbekannt | Nauders, Tirol | Lawinenunglück mit Bergung | Bergrettung, Polizei, Notarzt | 1 Toter, 1 Schwerverletzter | Unbekannt | Abgeschlossen | Nein |
Was ist passiert in St. Anton am Arlberg?
In St. Anton am Arlberg wurden zwei Menschen tot aus den Schneemassen geborgen, nachdem sich dort eine Lawine gelöst hatte. Drei weitere Personen wurden bei dem Lawinenabgang verletzt. Die Identität der Opfer und Verletzten ist derzeit noch nicht bekannt, die Behörden haben dazu noch keine Angaben gemacht. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich aufgrund der weiterhin brisanten Lawinenlage schwierig.
Chronologie der Ereignisse
Eingang einer Meldung über einen Lawinenabgang im Bereich St. Anton am Arlberg mit möglicherweise Verschütteten.
Bergrettung, Polizei und Notärzte erreichen den Unglücksort in St. Anton und beginnen mit der Suche nach Verschütteten.
Zwei Personen werden tot geborgen, drei weitere werden verletzt gerettet und medizinisch versorgt.
Meldung über Lawinenabgang im Skigebiet Nauders mit zwei verschütteten Personen.
Bergrettung und Polizei erreichen den Unglücksort in Nauders und beginnen mit der Suche nach den Verschütteten.
Ein 42-jähriger Skifahrer wird tot geborgen, sein 16-jähriger Sohn wird schwer verletzt gerettet.
Was ist bisher bekannt?
Bestätigt ist, dass es sich bei dem Lawinenopfer in Nauders um einen 42-jährigen deutschen Skifahrer aus dem Landkreis Eichsfeld in Thüringen handelt. Sein 16-jähriger Sohn überlebte den Lawinenabgang schwer verletzt. Die beiden waren abseits der Piste unterwegs, als sich ein Schneebrett löste und sie mitriss. In St. Anton am Arlberg konnten zwei weitere Lawinentote geborgen werden, drei Personen wurden verletzt. Die Identität der Opfer ist noch unbekannt. Wie Stern berichtet, waren zuletzt bis zu 40 Zentimeter Neuschnee in Tirol gefallen, was die Lawinengefahr deutlich erhöht hat.
Das ist passiert
- In St. Anton am Arlberg sind zwei Menschen bei einem Lawinenabgang ums Leben gekommen.
- Drei weitere Personen wurden in St. Anton am Arlberg verletzt.
- In Nauders wurde ein 42-jähriger deutscher Skifahrer von einer Lawine getötet.
- Sein 16-jähriger Sohn überlebte in Nauders schwer verletzt.
- Die Lawinengefahr in Tirol ist aufgrund von Neuschnee brisant.
Wie kam es zu dem Lawinenunglück in Nauders?
Der 42-jährige deutsche Skifahrer und sein 16-jähriger Sohn befuhren im Skigebiet Nauders einen Nordhang abseits der gesicherten Pisten. Dabei löste sich ein etwa 400 Meter breites Schneebrett, das die beiden Wintersportler etwa 200 bis 300 Meter mitriss. Der Vater konnte nur noch tot geborgen werden, sein Sohn wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen. Die Polizei warnt eindringlich davor, abseits der gesicherten Pisten zu fahren, besonders bei der aktuell hohen Lawinengefahr.
Wie ist die aktuelle Lawinenlage in Tirol?
Die Lawinenlage in Tirol wird derzeit als brisant eingestuft. Nach Angaben des Lawinenwarndienst Tirol herrscht erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3 auf der fünfteiligen Gefahrenskala). Besonders gefährdet sind laut ORF Nordhänge und steile Passagen, in denen sich durch den Neuschnee und die starken Winde Triebschnee gebildet hat. Es wird dringend empfohlen, sich vor Antritt einer Skitour oder Schneeschuhwanderung über die aktuelle Lawinenlage zu informieren und die Warnungen der Behörden ernst zu nehmen.

Die Polizei appelliert an alle Wintersportler, sich unbedingt an die markierten Pisten zu halten und die Hinweise des Lawinenwarndienstes zu beachten. Abseits der Pisten herrscht Lebensgefahr!
Welche Konsequenzen hat das Lawinenunglück für den Skibetrieb?
Nach den Lawinenunglücken wurden in einigen Tiroler Skigebieten Pisten und Abfahrten gesperrt. Die Betreiber führen derzeit verstärkt Kontrollen durch und sichern gefährdete Bereiche. Es ist mit Beeinträchtigungen im Skibetrieb zu rechnen. Skifahrer und Snowboarder sollten sich vor dem Start über die aktuellen Bedingungen und eventuelle Sperrungen informieren. Die Sicherheit der Wintersportler hat oberste Priorität.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die aktuelle Lawinengefahr in Tirol?
Laut Lawinenwarndienst Tirol herrscht derzeit erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3). Dies bedeutet, dass Lawinen bereits durch geringe Zusatzbelastung, wie zum Beispiel durch einen einzelnen Skifahrer, ausgelöst werden können. Besonders gefährdet sind Steilhänge und Triebschneeablagerungen.
Wo ereigneten sich die Lawinenunglücke in Tirol?
Die Lawinenunglücke ereigneten sich in St. Anton am Arlberg und im Skigebiet Nauders. In St. Anton am Arlberg wurden zwei Personen tot geborgen, in Nauders kam ein deutscher Skifahrer ums Leben. Beide Orte sind für ihre anspruchsvollen Skigebiete bekannt.
Was sollte man bei Lawinengefahr beachten?
Bei Lawinengefahr sollte man sich vorab über die aktuelle Lawinenlage informieren, markierte Pisten nicht verlassen und die Warnungen der Behörden ernst nehmen. Eine Notfallausrüstung mit Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonde und Schaufel ist unerlässlich.
Welche Rolle spielt der Neuschnee bei der Lawinenentstehung?
Neuschnee erhöht die Lawinengefahr, da er sich oft nicht gut mit der Altschneedecke verbindet. Dadurch entstehen Schwachschichten, die leicht ins Rutschen geraten können. Besonders in Kombination mit Wind kann sich gefährlicher Triebschnee bilden.
Wer ist für die Lawinenwarnung in Tirol zuständig?
Der Lawinenwarndienst Tirol ist für die Beurteilung der Lawinengefahr und die Herausgabe von Lawinenwarnberichten zuständig. Die Experten analysieren die Schneeverhältnisse, Wetterdaten und Geländeinformationen, um die Gefahrenlage einzuschätzen.


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