Die Vorschläge der Wehrdienstkommission müssten umgesetzt werden, fordern die ÖVP-Ministerinnen: «Entscheidend ist nicht, was einzelnen Parteien lieber wäre»
Die SPÖ schlägt in der stockenden Reform des Militärdienstes nun jenes Modell vor, das vor 20 Jahren abgeschafft wurde. Das ist für Militäranalyst Walter Feichtinger «weder nachzuvollziehen noch zu unterstützen»
Die Bundeswehr plant eine personelle Aufstockung durch einen neuen Wehrdienst. Ein Teil davon ist ein Fragebogen an 18-jährige Männer. Allerdings haben 28 Prozent der Angeschriebenen diesen Fragebogen nicht beantwortet, obwohl eine Pflicht zur Teilnahme besteht. Bei Nichtbeachtung droht ein Bußgeld.
Der AFD Richtungsstreit über die zukünftige sicherheitspolitische Ausrichtung der Partei ist durch den Rücktritt des langjährigen verteidigungspolitischen Sprechers Rüdiger Lucassen neu entflammt. Lucassens Rücktritt offenbart einen tiefgreifenden Konflikt innerhalb der AfD über die Rolle der Bundeswehr, die Wiedereinführung der Wehrpflicht und die grundsätzliche Legitimität der Bundesrepublik Deutschland.
Die Frage nach einer Wehrdienst Verlängerung in der Schweiz ist weiterhin Gegenstand intensiver Debatten. Verteidigungsministerin Viola Amherd hat einen entsprechenden Appell an den Bundesrat gerichtet, um die Kapazitäten der Schweizer Armee angesichts aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen zu stärken. Die Meinungen innerhalb der Regierungskoalition gehen jedoch auseinander, was eine rasche Entscheidung erschwert.
Der bundeswehr personalmangel stellt die deutsche Armee vor eine immense Herausforderung: Wie sollen die geplanten Personalaufstockungen um 75.000 Soldatinnen und Soldaten erreicht werden, ohne die Wiedereinführung der Wehrpflicht? Die Bundeswehr setzt auf vielfältige Strategien, von Social-Media-Kampagnen bis hin zu einem neuen, flexibleren Wehrdienstmodell, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden.
Seit Anfang 2026 müssen Männer zwischen 17 und 45 Jahren eine Genehmigung der Bundeswehr einholen, wenn sie länger als drei Monate ins Ausland reisen möchten. Diese Wehrpflicht Änderung betrifft auch Personen, die aktuell nicht zum Wehrdienst herangezogen werden.
Am 5. März 2026 demonstrieren Schülerinnen und Schüler bundesweit gegen das neue Wehrdienstgesetz. Hintergrund ist die Sorge vor einer Wiedereinführung der Wehrpflicht und die Kritik an zunehmender Aufrüstung. Kundgebungen finden unter anderem in Stuttgart, Brandenburg an der Havel und Potsdam statt.