Inhalt
- 1 Die perfekte Harmonie: Wein zu Schokolade richtig kombinieren
- 2 Die Grundlagen der Wein-Schokolade-Verkostung für Anfänger
- 3 Dunkle Schokolade & ihre idealen Weinbegleiter
- 4 Weißwein zu Schokolade – ein unterschätztes Geschmackserlebnis
- 5 Dessert-Weine, die jede Schokoladenverkostung auf ein neues Level heben
- 6 Internationale Schokoladen und ihre passenden Weine aus aller Welt
- 7 Weinschokolade selbst herstellen – ein kreatives Genusserlebnis
- 8 Schokolade & Wein-Tastings: So organisieren Sie einen unvergesslichen Abend
- 9 Häufige Fragen zu Wein zu Schokolade
Die Verbindung von Wein und Schokolade zählt zu den raffiniertesten Geschmackserlebnissen, die die Welt der Genussmittel zu bieten hat. Was viele nicht wissen: Die richtige Kombination kann ein regelrechtes Feuerwerk an Aromen entfachen, während eine falsche Paarung beide Komponenten eher unvorteilhaft erscheinen lässt. Sowohl Wein als auch Schokolade verfügen über komplexe Geschmacksprofile mit Hunderten von Aromanoten – von fruchtig bis erdig, von bitter bis süß.
Die Kunst der perfekten Paarung liegt darin, entweder harmonische Verbindungen zu schaffen, bei denen sich ähnliche Aromen ergänzen, oder kontrastierende Kombinationen zu finden, die sich gegenseitig verstärken. Mit den richtigen 8 Wein-Schokolade-Kombinationen eröffnen sich völlig neue Geschmacksdimensionen, die selbst erfahrene Genießer überraschen können. Von der zartschmelzenden weißen Schokolade mit einem fruchtigen Riesling bis hin zur intensiven Bitterschokolade mit einem kräftigen Portwein – diese Verkostung verspricht ein unvergessliches Erlebnis für alle Sinne.
Grundregel: Je dunkler die Schokolade, desto kräftiger sollte auch der Wein sein. Weiße und Milchschokoladen harmonieren besser mit leichteren Weinen.
Perfekte Temperatur: Schokolade bei Raumtemperatur servieren und den Wein je nach Sorte zwischen 14-18°C (Rotwein) oder 8-12°C (Weißwein) genießen.
Verkostungsreihenfolge: Stets mit den leichteren Kombinationen beginnen und sich zu den intensiveren steigern, um die Geschmacksknospen nicht zu überfordern.
Die perfekte Harmonie: Wein zu Schokolade richtig kombinieren
Die Kombination von Wein und Schokolade folgt ähnlichen Grundprinzipien wie andere kulinarische Paarungen – die Intensität beider Komponenten sollte ausgewogen sein, damit keine die andere überschattet. Für dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil eignen sich kraftvolle Rotweine wie Portwein oder Zinfandel, während Milchschokolade hervorragend mit fruchtigen Rotweinen oder sogar einem Weißwein, wie man ihn auch zu mediterranen Spezialitäten servieren würde, harmoniert. Weiße Schokolade mit ihrer cremigen Süße verlangt nach einem Gegenspieler mit säurebetonter Frische, etwa einem Eiswein oder einem Moscato d’Asti. Die perfekte Verkostungsreihenfolge beginnt bei leichteren Kombinationen und steigert sich zu intensiveren Aromen, um den Gaumen nicht vorzeitig zu überfordern.
Die Grundlagen der Wein-Schokolade-Verkostung für Anfänger
Die Kombination von Wein und Schokolade beginnt bei der grundlegenden Erkenntnis, dass beide Genussmittel komplexe Geschmacksprofile aufweisen, die sich ergänzen oder kontrastieren können. Ein erfolgreiches Verkostungserlebnis basiert auf der Regel, dass der Wein idealerweise süßer oder mindestens gleich süß wie die Schokolade sein sollte, um Disharmonien zu vermeiden. Anfänger sollten mit einer kleinen Auswahl beginnen – etwa drei verschiedene Schokoladensorten von weiß bis dunkel und dazu passende Weine wie Portwein, Spätburgunder oder Gewürztraminer. Die richtige Verkostungstechnik sieht vor, zuerst einen kleinen Schluck Wein zu nehmen, dann ein Stückchen Schokolade im Mund schmelzen zu lassen und anschließend erneut vom Wein zu kosten, um die Geschmacksentwicklung zu erleben. Bei der Bewertung der Kombinationen sollten Einsteiger auf drei Aspekte achten: ob sich die Aromen ergänzen, ob der Wein die Schokolade übertönt oder ob beide harmonisch miteinander verschmelzen.
Der Wein sollte mindestens so süß wie die Schokolade sein, um Bitterkeit zu vermeiden.
Für Einsteiger eignet sich die Kombination aus weißer Schokolade mit Gewürztraminer, Milchschokolade mit fruchtigem Rotwein und dunkler Schokolade mit Portwein.
Die richtige Verkostungsreihenfolge: erst Wein, dann Schokolade schmelzen lassen, dann wieder Wein.
Dunkle Schokolade & ihre idealen Weinbegleiter

Dunkle Schokolade mit ihrem intensiven Kakaoaroma und dezenter Bitternote verlangt nach Weinen mit entsprechender Charakterstärke und Komplexität. Besonders harmonisch ergänzen sich hochprozentige dunkle Schokolade (ab 70% Kakaoanteil) und tanninreiche Rotweine wie Cabernet Sauvignon, Syrah oder ein gereifter Barolo, deren kräftige Struktur dem intensiven Geschmacksprofil der Schokolade standhält. Alternativ bieten sich auch Portwein oder Madeira an, deren süße Fruchtaromen und oxidative Noten einen interessanten Kontrast zur erdigen Bitterkeit der dunklen Schokolade schaffen – ähnlich wie bei Kombinationen mit Rote Bete, wo ebenfalls erdige Aromen auf Weinaromen treffen. Experimentierfreudige Genießer können zudem einen Versuch mit hochwertigem Amarone wagen, dessen konzentrierte Frucht, leichte Restsüße und samtiger Charakter die Kakaonoten elegant unterstreichen, ohne die Bitteraromen zu übertönen.
Weißwein zu Schokolade – ein unterschätztes Geschmackserlebnis
Während Rotwein und Schokolade eine etablierte Kombination darstellen, bleibt die harmonische Verbindung von Weißwein und Schokolade oft unentdeckt. Besonders fruchtige Weißweine mit einer gewissen Restsüße können die Aromen heller Schokoladen auf faszinierende Weise ergänzen. Ein Riesling Spätlese harmoniert beispielsweise überraschend gut mit einer cremigen weißen Schokolade, da die frische Säure des Weins die Süße der Schokolade perfekt ausbalanciert. Die Kombination erschließt völlig neue Geschmacksebenen und beweist eindrucksvoll, dass die Weinbegleitung zu Schokolade weit vielseitiger sein kann als gemeinhin angenommen.
- Weißweine mit Restsüße harmonieren hervorragend mit hellen Schokoladen.
- Die Säure frischer Weißweine balanciert die Süße der Schokolade perfekt aus.
- Riesling Spätlese bildet ein besonders gelungenes Duo mit weißer Schokolade.
- Diese unkonventionelle Kombination eröffnet neue Geschmackswelten jenseits klassischer Paarungen.
Dessert-Weine, die jede Schokoladenverkostung auf ein neues Level heben
Während die Kombination von Rotwein und Schokolade bereits ein Genuss für sich ist, eröffnen spezielle Dessertweine völlig neue geschmackliche Dimensionen bei jeder Schokoladenverkostung. Ein alter Tawny Port mit seinen Noten von getrockneten Früchten und Nüssen bildet eine harmonische Einheit mit dunkler Schokolade, deren intensive Bitternoten durch die süßliche Wärme des Portweins elegant abgerundet werden. Sauternes aus Frankreich verführt mit seinen Honig- und Aprikosennoten, die besonders gut mit weißer Schokolade oder Milchschokolade mit Karamellnoten harmonieren. Ein Glas Banyuls aus dem Süden Frankreichs offenbart mit seinen intensiven Kirsch- und Beerennoten eine perfekte Ergänzung zu Schokoladen mit höherem Kakaoanteil und fruchtigen Nuancen. Nicht zu vergessen ist der Pedro Ximénez Sherry, dessen konzentrierte Süße mit Rosinen- und Feigennoten sich hervorragend mit schokoladigem Dessert oder Pralinen mit Nussfüllungen verbindet.
Perfekte Dessertweinkombinationen: Tawny Port zu dunkler Schokolade, Sauternes zu weißer Schokolade, Banyuls zu Fruchtschokolade.
Serviertemperatur: Dessertweine idealerweise bei 12-16°C servieren, um ihre komplexen Aromen optimal zu entfalten.
Verkostungsreihenfolge: Mit leichteren Kombinationen beginnen (weiße Schokolade/leichter Dessertwein) und zu intensiveren Paarungen übergehen.
Internationale Schokoladen und ihre passenden Weine aus aller Welt
Die Reise durch internationale Schokoladen eröffnet ein faszinierendes Spektrum an Geschmackserlebnissen, von der intensiven Bitterschokolade aus Venezuela bis zur cremigen Milchschokolade aus der Schweiz. Besonders spannend wird das Geschmackserlebnis, wenn man die richtigen Weine dazu auswählt – ein fruchtiger Banyuls harmoniert wunderbar mit dunkler Schokolade aus Ghana, während ein süßer Eiswein die Karamellnoten einer belgischen Praline perfekt unterstreicht. Ähnlich wie beim geselligen Raclette-Abend mit passenden Weinen entsteht durch die Kombination von Schokolade und Wein ein kulinarisches Erlebnis, bei dem die Aromen sich gegenseitig verstärken und neue Geschmacksdimensionen eröffnen.
Weinschokolade selbst herstellen – ein kreatives Genusserlebnis

Die eigene Herstellung von Weinschokolade eröffnet eine faszinierende Dimension des kulinarischen Zusammenspiels zweier Genusswelten. Mit wenigen Zutaten wie hochwertiger Kuvertüre, reduziertem Wein und ergänzenden Aromen wie Gewürzen oder Zitrusabrieb können Sie Ihre persönliche Weinschokolade kreieren. Besonders reizvoll ist das Experimentieren mit verschiedenen Weinsorten – vom fruchtigen Merlot bis zum komplexen Portwein – die jeweils einzigartige Geschmacksprofile in der Schokolade entwickeln. Das selbstständige Temperieren der Schokolade und die Zugabe des reduzierten Weins erfordern zwar etwas Übung, belohnen aber mit einem individuellen Genusserlebnis, das konventionelle Schokoladentafeln bei weitem übertrifft.
- Weinschokolade verbindet die Aromenvielfalt von Wein mit der Sinnlichkeit feiner Schokolade
- Die Reduktion des Weins intensiviert die Aromen und verhindert übermäßige Feuchtigkeit in der Schokolade
- Verschiedene Weinsorten ermöglichen individuelle Geschmackskreationen
- Mit hochwertiger Kuvertüre und guter Temperiertechnik gelingen professionelle Ergebnisse
Schokolade & Wein-Tastings: So organisieren Sie einen unvergesslichen Abend
Ein gelungenes Schokolade-Wein-Tasting beginnt mit der sorgfältigen Auswahl von drei bis fünf komplementären Paaren, wie etwa dunkle Bitterschokolade mit kräftigem Rotwein oder weiße Schokolade mit einem fruchtigen Dessertwein. Bereiten Sie für Ihre Gäste informative Verkostungskarten vor, die Herkunft, Geschmacksprofil und interessante Fakten zu jedem Produkt enthalten, um das Erlebnis zu bereichern. Der ideale Ablauf folgt dem Prinzip „von leicht zu intensiv», beginnen Sie also mit milderen Schokoladen und leichteren Weinen, bevor Sie zu kräftigeren Aromen übergehen. Sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre mit gedämpftem Licht, passender Hintergrundmusik und neutralisierenden Snacks wie Brot oder milden Crackern, die zwischen den einzelnen Verkostungen den Gaumen erfrischen.
Häufige Fragen zu Wein zu Schokolade
Welche Grundregeln gibt es bei der Kombination von Wein und Schokolade?
Bei der Kombination von Rebensaft und Kakaoerzeugnissen sollte der Wein mindestens so süß sein wie die Schokolade. Zu dunkler, herber Schokolade harmonieren kräftige Rotweine wie Merlot oder Cabernet Sauvignon besonders gut. Milchschokolade verträgt sich hingegen mit fruchtigeren Rotweinen wie Pinot Noir. Für weiße Schokolade empfehlen sich süße Dessertweine oder Sekt. Eine gelungene Verbindung entsteht, wenn sich Aromen ergänzen – etwa Zartbitterschokolade mit Minznoten zu einem Shiraz mit Pfeffernuancen. Die Geschmacksintensität beider Genussmittel sollte stets ausgewogen sein, damit keine Komponente die andere übertönt.
Passt Rotwein oder Weißwein besser zu Schokolade?
Grundsätzlich harmonieren Rotweine häufiger mit Schokoladenprodukten als Weißweine. Der Grund liegt in den Tanninen der Rotweine, die mit den Bitterstoffen der Kakaomasse eine interessante Geschmacksverbindung eingehen. Ein vollmundiger Bordeaux oder Rioja kann dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil wunderbar ergänzen. Weißweine funktionieren hingegen besser mit hellen Schokoladensorten. Zu weißer Schokolade passen fruchtig-süße Tropfen wie Moscato oder ein Eiswein. Die Weinauswahl sollte sich immer nach dem Kakaoanteil und den Aromanoten der Praline oder Tafel richten. Auch Portwein oder Sherry eignen sich als edle Begleiter für Schokoladenspezialitäten.
Welcher Wein passt zu dunkler Schokolade mit hohem Kakaoanteil?
Für edle Bitterschokolade mit 70% Kakaoanteil oder mehr eignen sich kräftige, tanninreiche Rotweine mit Körper und Struktur. Ein Cabernet Sauvignon mit Noten von schwarzen Früchten, ein intensiver Malbec oder ein gereifter Syrah bieten das nötige Gegengewicht zur Bitterkeit der Zartbitterschokolade. Auch Portwein, besonders Vintage Port oder LBV (Late Bottled Vintage), harmoniert durch seine Süße und Fruchtigkeit hervorragend mit dunklen Kakaokompositionen. Bei Schokoladensorten mit Gewürznoten wie Pfeffer oder Chili passen Rotweine mit entsprechender Würze. Banyuls oder Maury, oxidativ ausgebaute Süßweine aus Südfrankreich, gelten unter Connaisseurs ebenfalls als exzellente Begleiter für hochprozentige Schokoladenkreationen.
Wie kombiniert man Wein mit gefüllten Pralinen oder aromatisierter Schokolade?
Bei gefüllten Konfektstücken oder aromatisierten Schokoladenspezialitäten steht die Füllung bzw. das Aroma im Zentrum der Weinauswahl. Für Pralinés mit Nussfüllungen eignen sich oxidativ ausgebaute Weine wie Sherry oder Madeira. Bei Fruchtfüllungen harmonieren gleichartige Fruchtnoten im Wein – etwa Himbeer-Trüffel mit einem Spätburgunder, der Himbeernoten aufweist. Für Karamell- oder Kaffeefüllungen bieten sich Süßweine mit entsprechenden Röstnoten an. Orangenschokolade ergänzt sich wunderbar mit Orange-Muscat. Schokoladen mit Gewürzen wie Zimt oder Kardamom finden im Gewürztraminer einen ebenbürtigen Partner. Bei der Verkostung sollte man stets vom leichteren zum kräftigeren Geschmackserlebnis voranschreiten und zwischen den Proben Wasser trinken, um den Gaumen zu neutralisieren.
Welche Dessertweine harmonieren besonders gut mit Schokolade?
Süße Dessertweine bilden oft ideale Begleiter für Schokoladengenuss. Ein klassischer Port, besonders Ruby oder Tawny Port, ergänzt dunkle Schokoladen hervorragend durch seine Süße und Fruchtigkeit. Für Milchschokolade eignet sich ein Banyuls oder Maury mit seinen oxidativen Noten und der dezenten Restsüße. Edelreife Sauternes oder Tokaji Aszú bieten mit ihrer komplexen Honig-Frucht-Struktur eine faszinierende Liaison zu Schokoladen mit mittlerem Kakaoanteil. Bei weißer Schokolade kann ein Moscato d’Asti oder ein Eiswein mit seiner frischen Süße punkten. Die edelsüßen Spezialitäten balancieren durch ihren Zuckergehalt die Bitterkeit der Kakaomasse perfekt aus und schaffen so ein harmonisches Geschmackserlebnis, bei dem weder der Wein noch die Schokoladenkonfekt dominiert.
Wie gestaltet man eine Wein-und-Schokoladen-Verkostung für Gäste?
Eine gelungene Degustation von Rebensäften und Kakaoprodukten beginnt mit einer durchdachten Auswahl: Vier bis sechs verschiedene Kombinationen reichen für ein intensives Geschmackserlebnis. Servieren Sie die Schokoladentäfelchen auf Raumtemperatur, während die Weintemperatur sortengerecht angepasst wird. Arrangieren Sie die Verkostung vom Leichten zum Intensiven – beginnend etwa mit weißer Schokolade und Moscato, über Milchschokolade mit fruchtigem Rotwein bis hin zu dunkler Bitterschokolade mit kräftigem Portwein. Bereiten Sie Verkostungsnotizen vor, auf denen die Gäste ihre Eindrücke festhalten können. Stellen Sie Wasser und neutrales Gebäck bereit, um den Gaumen zwischen den Proben zu neutralisieren. Eine kurze Einführung zu jeder Kombination mit Informationen zu Herkunft, Anbaugebiet und besonderen Aromanoten rundet das Erlebnis ab.

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