USA weiten Abschiebungen aus: Migranten in Uganda und Kongo

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Die USA verstärken ihre Bemühungen zur Abschiebung von Migranten, indem sie Abkommen mit verschiedenen Ländern schließen. Aktuell betrifft dies Uganda und den Kongo, die Migranten aus den USA aufnehmen. Diese Entwicklung wirft Fragen nach dem Umgang mit Schutzsuchenden und der Einhaltung internationaler Abkommen auf.

Symbolbild zum Thema Abschiebung
Symbolbild: Abschiebung (Bild: Pexels)

Hintergrund der Abschiebungen

Die US-Regierung hat im Juli 2025 ein Abkommen mit Uganda unterzeichnet, das die Abschiebung von bis zu 506 abgelehnten Asylbewerbern vorsieht. Laut einer Erklärung des ugandischen Außenministeriums handelt es sich um Personen, die «zögerlich sind oder Bedenken haben, in ihre Heimatländer zurückzukehren, wo sie Folter, Grausamkeiten, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung ausgesetzt sein könnten». Uganda, das bereits zwei Millionen Flüchtlinge beherbergt, gilt als «sicherer Drittstaat».

Parallel dazu werden Migranten aus Lateinamerika in den Kongo abgeschoben, was Kritik am Vorgehen der US-Behörden hervorruft. Das brasilianische Außenministerium verurteilte die «erniedrigende Behandlung» von brasilianischen Migranten, denen auf einem Abschiebeflug Handschellen angelegt wurden, wie Latina Press berichtet. (Lesen Sie auch: Super El Niño erwartet: Was bedeutet das…)

Aktuelle Entwicklung der Abschiebungen

Am 1. April 2026 landeten die ersten acht aus den USA abgeschobenen afrikanischen Asylbewerber in Uganda. Wie die taz berichtet, handelte es sich dabei nicht um ugandische Staatsbürger. Die Migranten wurden im Rahmen des Abkommens zwischen den USA und Uganda in das Land gebracht. Die genauen Hintergründe ihrer Ablehnung als Asylbewerber in den USA sind nicht bekannt.

Die Abschiebungen in den Kongo betreffen hauptsächlich Migranten aus Lateinamerika. Es gibt Berichte über unmenschliche Behandlung während der Abschiebeflüge, was zu diplomatischen Spannungen geführt hat. Die USA haben sich bisher nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert.

Reaktionen und Einordnung

Die Abschiebepolitik der USA stößt auf Kritik von Menschenrechtsorganisationen und politischen Beobachtern. Es wird bemängelt, dass die USA ihrer Verantwortung gegenüber Schutzsuchenden nicht gerecht werden und durch die Abschiebungen in Drittstaaten die Gefahr von Menschenrechtsverletzungen erhöhen. (Lesen Sie auch: DFB-Pokal Finale 2026 Tickets: DFB-Pokalfinale 2026: So)

Das UNHCR (UN-Flüchtlingshilfswerk) ist offenbar an dem US-Flüchtlingsdeal mit Uganda beteiligt, wie die taz berichtet. Welche konkrete Rolle das UNHCR dabei spielt, wird in dem Artikel allerdings nicht ausgeführt.

Abschiebung in Drittstaaten: Was bedeutet das?

Die Ausweitung der Abschiebungen in Drittstaaten wirft eine Reihe von Fragen auf. Kritiker bemängeln, dass die USA sich ihrer Verantwortung entziehen, indem sie Schutzsuchende in Länder abschieben, in denen ihnen möglicherweise Verfolgung oder unmenschliche Behandlung droht. Es wird auch kritisiert, dass die USA durch die Abkommen mit Drittstaaten diese Länder indirekt dazu ermutigen, eine restriktivere Migrationspolitik zu verfolgen.

Für die betroffenen Migranten bedeuten die Abschiebungen oft eine große Belastung. Sie werden aus ihrem sozialen Umfeld gerissen und in ein fremdes Land gebracht, in dem sie möglicherweise keine Sprachkenntnisse oder familiären Bindungen haben. Die Ungewissheit über ihre Zukunft und die Angst vor Verfolgung oder Ausbeutung können zu psychischen Problemen führen. (Lesen Sie auch: Wolfgang Kubicki: attackiert Merz: "Du Eierarsch, dir…)

Einige Experten sehen in den Abschiebungen auch eine Möglichkeit, die Migrationsströme in die USA zu reduzieren und die Asylsysteme zu entlasten. Sie argumentieren, dass die Abschiebungen eine abschreckende Wirkung haben und potenzielle Migranten davon abhalten, sich auf den Weg in die USA zu machen. Ob diese Strategie langfristig erfolgreich ist, bleibt jedoch fraglich.

Detailansicht: Abschiebung
Symbolbild: Abschiebung (Bild: Pexels)

Die Debatte um die Abschiebepolitik der USA wird voraussichtlich weitergehen.

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FAQ zu Abschiebungen

Überblick: Abschiebungen im internationalen Vergleich

LandAnzahl Abschiebungen (jährlich)ZielregionenBesonderheiten
USACa. 200.000Lateinamerika, Afrika, AsienAbkommen mit Drittstaaten wie Uganda
DeutschlandCa. 20.000Balkan, Afrika, Naher OstenDublin-Verfahren, Fokus auf sichere Herkunftsländer
FrankreichCa. 15.000Nordafrika, OsteuropaStrenge Asylgesetze, hohe Ablehnungsquote

Quelle: Geschätzte Werte basierend auf öffentlichen Statistiken verschiedener Regierungen (Stand: 24. April 2026)

Weitere Informationen zum Thema Migration und Integration finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

Illustration zu Abschiebung
Symbolbild: Abschiebung (Bild: Pexels)

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