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Der Buckelwal Vermisst: Seit dem Aussetzen des mehrfach gestrandeten Buckelwals in der Ostsee Anfang Mai gibt es keine neuen Lebenszeichen. Trotz Anbringung eines GPS-Senders vor der Freilassung, sendet dieser keinerlei Daten. Das Schicksal des Tieres bleibt ungewiss, rechtliche Schritte werden geprüft.

Die wichtigsten Fakten
- Seit dem 2. Mai gibt es keine neuen Daten zum Verbleib des Buckelwals.
- Der GPS-Sender an der Rückenfinne des Wals liefert keine Signale.
- Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern prüft rechtliche Schritte.
- Die Privatinitiative zum Transport des Wals hat ebenfalls keine Informationen.
Was bedeutet das für Küstenbewohner und Naturschützer?
Die Ungewissheit über das Schicksal des Buckelwals wirft Fragen nach dem Umgang mit Meeressäugern in Not auf. Für Küstenbewohner bedeutet dies vorerst keine unmittelbaren Auswirkungen, jedoch sensibilisiert der Fall für den Schutz der Ostseefauna. Naturschützer fordern eine transparente Aufklärung und gegebenenfalls eine Überprüfung der angewandten Methoden bei der Rettung und Auswilderung von Walen.
Die Odyssee des Buckelwals in der Ostsee
Anfang März tauchte der junge Buckelwal erstmals in der Ostsee auf. Normalerweise leben Buckelwale in den Weltmeeren, die Ostsee ist kein natürlicher Lebensraum für diese Tiere. Mehrfach strandete der Wal an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Wie Stern berichtet, versuchte eine Privatinitiative, das Tier zu retten und wieder ins Meer zu bringen.
Buckelwale können bis zu 18 Meter lang werden und ein Gewicht von bis zu 40 Tonnen erreichen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Krill und kleinen Fischen. Ihre Wanderungen führen sie oft über tausende Kilometer. (Lesen Sie auch: Buckelwal Timmy Vermisst: Wo ist Er Jetzt?)
Wie wurde versucht, den Buckelwal zu retten?
Nachdem der Wal mehrfach gestrandet war, entschied sich die Privatinitiative, das Tier wieder ins Meer zu bringen. Am 2. Mai wurde der Buckelwal schließlich freigelassen. Vorher soll laut Angaben der Initiative ein GPS-Sender an der Rückenfinne des Wals befestigt worden sein. Dieser Sender sollte fortlaufend Daten über den Standort des Tieres liefern. Unabhängige Quellen konnten die erfolgte Anbringung des Senders allerdings nicht bestätigen. Seit dem Aussetzen gibt es keinerlei Signale vom Sender.
Ein GPS-Sender funktioniert nur, wenn sich das Tier an der Wasseroberfläche befindet. Wenn ein Wal zu schwach ist, um sich oben zu halten, oder verendet und sinkt, werden keine Daten übertragen.
Welche rechtlichen Schritte werden geprüft?
Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern hatte mit der Privatinitiative im Vorfeld vereinbart, dass Peildaten übermittelt werden. Da dies nicht geschehen ist, prüft das Ministerium nun rechtliche Schritte, wie eine Sprecherin mitteilte. «Wir haben nach wie vor keine Daten vorliegen oder Informationen, ob mit diesen noch zu rechnen ist», hieß es. Die Juristen des Ministeriums prüfen nun die Sachlage, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.
Welche rechtlichen Grundlagen könnten relevant sein?
Die rechtliche Prüfung dürfte sich auf die Vereinbarungen zwischen dem Ministerium und der Initiative konzentrieren. Es geht um die Frage, ob die Initiative ihren vertraglichen Pflichten zur Datenübermittlung nachgekommen ist und welche Konsequenzen ein Verstoß haben könnte. Möglicherweise spielen auch tierschutzrechtliche Aspekte eine Rolle. (Lesen Sie auch: Leichenfund Pommelsbrunn: Familie Tot Aufgefunden – Was…)
Was passiert, wenn der Wal verendet ist?
Sollte der Buckelwal verendet sein, würde sein Kadaver in tieferen Gewässern nicht an die Oberfläche treiben. Der Wasserdruck verhindert, dass die bei der Verwesung entstehenden Gase den Körper aufsteigen lassen. Nur wenn das Tier in Küstennähe stirbt, könnte es dort angespült werden. Bislang gibt es jedoch keine Anzeichen dafür, dass dies geschehen ist.
Wie geht es weiter?
Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern wird in der kommenden Woche über sein weiteres Vorgehen entscheiden. Dabei wird es sowohl um die rechtlichen Aspekte als auch um die Frage gehen, ob weitere Suchmaßnahmen nach dem Wal eingeleitet werden sollen. Die Ungewissheit über das Schicksal des Tieres bleibt bestehen.
Politische Perspektiven auf den Fall
Die Opposition im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern fordert Aufklärung über die Umstände der Walrettung. Es müsse geklärt werden, ob die angewandten Methoden angemessen waren und ob die Zusammenarbeit zwischen Ministerium und Initiative optimal verlaufen ist. Die regierende Koalition betont hingegen die Bemühungen um den Schutz des Tieres und verweist auf die schwierige Situation bei der Rettung von Meeressäugern.
Die Grünen im Landtag fordern eine bundesweite Strategie für den Umgang mit Meeressäugern in Not. Es brauche klare Zuständigkeiten und einheitliche Standards für die Rettung und Auswilderung von Walen und anderen Meerestieren. Die AfD hingegen kritisiert die hohen Kosten für die Rettungsaktion und fordert, sich auf den Schutz heimischer Tierarten zu konzentrieren. (Lesen Sie auch: Buckelwal Vermisst: Umweltministerium fordert GPS-Daten Jetzt)

Der Buckelwal wird erstmals in der Ostsee gesichtet.
Der Wal strandet mehrfach an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns.
Der Wal wird von einer Privatinitiative wieder ins Meer gebracht.
Der GPS-Sender liefert keine Daten zum Standort des Wals. (Lesen Sie auch: Hantavirus Teneriffa: Kreuzfahrt-Passagiere Kehren Zurück)
Der Fall des Buckelwal Vermisst verdeutlicht die Herausforderungen beim Schutz von Meeressäugern in ungewohnten Lebensräumen. Die Debatte über die Verantwortlichkeiten und die Effektivität von Rettungsmaßnahmen wird weitergehen. Es bleibt zu hoffen, dass aus diesem Fall Lehren für zukünftige ähnliche Situationen gezogen werden können.
NABU setzt sich für den Schutz der Meere und ihrer Bewohner ein.
Das Bundesumweltministerium informiert über den Schutz der Meeresumwelt.
Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) bietet wissenschaftliche Beratung zu Meeresökosystemen.






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