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Nachdem ein Zug 89 Schafe überfahren hat, sollen die Schäfer nun zahlen. Die staatliche Schienen- und Straßennetzbetreiberin «Infraestruturas de Portugal» fordert von den Besitzern der Tiere 26.400 Euro Schadenersatz. Begründet wird dies mit Schäden am Zug und Verspätungen im Bahnverkehr. Schafe Zug überfahren steht dabei im Mittelpunkt.

Warum sollen die Schäfer für den Unfall zahlen, bei dem ein Zug Schafe überfahren hat?
Die portugiesische Schienennetzbetreiberin «Infraestruturas de Portugal» fordert von den Schäfern Schadenersatz, weil der Zusammenstoß mit der Schafherde Schäden am Zug verursacht hat. Zudem kam es zu erheblichen Verspätungen im Bahnverkehr, was den geforderten Betrag von 26.400 Euro begründet.
Schadenersatzforderung nach Zugunglück: Schäfer wehren sich gegen die Zahlung
Nach dem Vorfall, bei dem ein Zug in Portugal 89 Schafe überfuhr, wehren sich die betroffenen Schäfer gegen die Schadenersatzforderung der staatlichen Schienennetzbetreiberin. Die «Infraestruturas de Portugal» fordert 26.400 Euro für Schäden am Zug und entstandene Verspätungen. Die Schäfer argumentieren, dass es sich um einen Unfall ohne Vorsatz gehandelt habe und solche Ereignisse zum allgemeinen Risiko des Bahnverkehrs gehören.
Der Anwalt der Schäfer, Vítor Gaspar, betonte gegenüber der Zeitung «Correio da Manhã», dass man alles unternehmen werde, damit die Schäfer nicht für den Schaden aufkommen müssen. Er sieht den Vorfall als ein unglückliches Ereignis, das nicht auf Fahrlässigkeit zurückzuführen ist. (Lesen Sie auch: Potsdam: Vergrabene Leiche in Wald entdeckt –…)
Die wichtigsten Fakten
- Am 28. Dezember wurden 89 Schafe von einem Zug überfahren.
- Die staatliche Schienennetzbetreiberin fordert 26.400 Euro Schadenersatz.
- Die Forderung wird mit Schäden am Zug und Verspätungen begründet.
- Die Schäfer wehren sich gegen die Zahlung und sehen den Unfall als allgemeines Risiko des Bahnverkehrs.
Der Unfallhergang im Detail
Der Unfall ereignete sich am 28. Dezember im Bezirk Montemor-o-Velho, etwa 200 Kilometer nördlich von Lissabon. Wie Stern berichtet, sah der Lokführer im Morgengrauen beim Herausfahren aus einer Kurve plötzlich die auf den Gleisen liegende Schafherde. Trotz eingeleiteter Notbremsung konnte er den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Zug kam erst nach etwa 540 Metern zum Stillstand.
Bei dem Unfall starben 65 Schafe eines Hirten und 24 Schafe eines anderen. Der Vorfall hatte erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Nach Angaben der zuständigen Behörden fielen sechs Züge komplett aus, zwei weitere teilweise. Zudem verspäteten sich 36 Verbindungen um insgesamt 580 Minuten.
Die hohe Schadenssumme von 26.400 Euro setzt sich aus den Reparaturkosten am Zug und den Kosten für die entstandenen Verspätungen zusammen.
Rechtliche Auseinandersetzung erwartet
Die Weigerung der Schäfer, den geforderten Schadenersatz zu zahlen, deutet auf eine bevorstehende rechtliche Auseinandersetzung hin. Es wird erwartet, dass die «Infraestruturas de Portugal» Klage einreichen wird, um ihre Forderung durchzusetzen. Das Gericht wird dann prüfen müssen, ob den Schäfern eine Fahrlässigkeit vorzuwerfen ist und ob die Forderung in dieser Höhe gerechtfertigt ist. Vergleichbare Fälle sind in Portugal selten, sodass die juristische Bewertung des Vorfalls mit Spannung erwartet wird. (Lesen Sie auch: Toter Junge Bretagne: Was Geschah am Flussufer…)
Die portugiesische Gesetzgebung sieht vor, dass Tierhalter für Schäden haften, die ihre Tiere verursachen. Allerdings gibt es Ausnahmen, wenn der Schaden durch höhere Gewalt oder das Verschulden Dritter entstanden ist. Ob diese Ausnahmen im vorliegenden Fall greifen, wird das Gericht entscheiden müssen. Die Schäfer argumentieren, dass sie alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen haben, um ihre Tiere zu schützen, und dass der Unfall aufgrund der unübersichtlichen Streckenführung unvermeidbar war.
Die «Infraestruturas de Portugal» argumentiert hingegen, dass die Schäfer ihrer Aufsichtspflicht nicht ausreichend nachgekommen sind und die Tiere unbefugt auf die Gleise gelangt sind. Sie verweist auf die geltenden Sicherheitsbestimmungen, die das Betreten von Bahngleisen untersagen. Die Behörde betont, dass die Sicherheit des Bahnverkehrs oberste Priorität habe und Verstöße konsequent geahndet werden müssen.
Auswirkungen auf die betroffenen Schäfer
Die Schadenersatzforderung stellt für die betroffenen Schäfer eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Die Summe von 26.400 Euro entspricht einem Vielfachen ihres Jahreseinkommens. Sollten sie zur Zahlung verurteilt werden, droht ihnen der wirtschaftliche Ruin. Die Schäfer sind auf die Unterstützung ihrer Familien und Freunde angewiesen, um die Kosten für die Rechtsverteidigung aufzubringen. Einige haben Spendenaktionen gestartet, um die finanzielle Last zu mindern.
Der Verlust der 89 Schafe hat die Betriebe der Schäfer schwer getroffen. Die Tiere stellten einen wichtigen Teil ihres Lebensunterhalts dar. Es wird Jahre dauern, bis sie ihre Herden wieder auf die ursprüngliche Größe aufgebaut haben. Der Vorfall hat auch psychische Belastungen verursacht. Die Schäfer leiden unter dem Verlust ihrer Tiere und der Angst vor den finanziellen Folgen. (Lesen Sie auch: Suchbild Bär: Finden Sie den einen Bären,…)

Die portugiesische Landwirtschaftsvereinigung hat den betroffenen Schäfern ihre Unterstützung zugesagt. Sie kritisiert die hohen Schadenersatzforderungen der «Infraestruturas de Portugal» und fordert eine faire Lösung für die Betroffenen. Die Vereinigung plant, rechtliche Schritte zu prüfen, um die Interessen der Schäfer zu vertreten.
Wie geht es weiter?
Die Deutsche Bahn hat beispielsweise ein umfassendes Risikomanagement, um Gefahren zu minimieren. Dazu gehören Wildschutzzäune und regelmäßige Kontrollen der Strecken. Zudem gibt es eine enge Zusammenarbeit mit Landwirten und Jagdverbänden, um potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Die Deutsche Bahn investiert jährlich Millionen in die Sicherheit ihres Streckennetzes.
Die «Infraestruturas de Portugal» könnte sich ein Beispiel an der Deutschen Bahn nehmen und ihre Sicherheitsvorkehrungen verbessern. Dazu gehören der Bau von Zäunen entlang gefährdeter Streckenabschnitte, die Installation von Warnschildern und die Durchführung regelmäßiger Kontrollen. Zudem könnte die Behörde eine engere Zusammenarbeit mit den Landwirten suchen, um potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Eine offene Kommunikation und ein konstruktiver Dialog sind entscheidend, um solche Unfälle in Zukunft zu vermeiden.
Infraestruturas de Portugal ist für die Verwaltung des portugiesischen Schienennetzes verantwortlich und muss sicherstellen, dass die Sicherheit des Bahnverkehrs gewährleistet ist. Dies umfasst auch die Verhinderung von Unfällen mit Tieren. Die Behörde muss daher Maßnahmen ergreifen, um das Risiko solcher Unfälle zu minimieren.
Der Fall, bei dem ein Zug Schafe überfahren hat und die Schäfer nun zahlen sollen, zeigt die Notwendigkeit einer umfassenden Risikobetrachtung und präventiven Maßnahmen im Bahnverkehr. Es ist wichtig, die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen und eine faire Lösung zu finden, die sowohl die Sicherheit des Bahnverkehrs als auch die Existenzgrundlage der Landwirte gewährleistet. (Lesen Sie auch: Unglück in Indonesien: Hängebrücke stürzt ein: Zwei…)






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